Marsch der Frauen gegen die Passgesetze

Africa Media Online

"Wathint' abafazi, wathint' imbokodo: Wenn Du eine Frau schlägst, schlägst Du einen Stein."

Im Rahmen der Anti-Pass-Kampagne marschierten am 9. August 1956 20 000 Frauen aller Rassen, einige mit Babys auf dem Rücken, aus den Städten und Gemeinden, aus Reservaten und Dörfern, zu den Union Buildings in Pretoria, um eine Petition an den Premierminister Südafrikas zu übergeben. Premierminister Strijdom war nicht da. In der Petition wurde die Abschaffung der Passgesetze gefordert.

Der Marsch wurde von der Federation of South African Women (FEDSAW) organisiert. Die Organisation wehrte sich gegen die verbreitete Ansicht, dass der Platz einer Frau in der Küche sei, und argumentierte, dass der Platz einer Frau überall ist.

Der Marsch wurde von Lilian Ngoyi, Helen Joseph, Albertina Sisulu und Sophia Williams-De Bruyn angeführt.

Nach der Übergabe der Petition an den Sekretär des Premierministers sangen die Frauen ein Lied der Freiheit: Wathint' abafazi, Strijdom! Seither steht der Satz "Wathint' abafazi, wathint' imbokodo" (Wenn Du eine Frau schlägst, schlägst Du einen Stein) für den Mut und Kampf der Frauen in Südafrika.

Seit dem 9. August 1995 wird dieser Gedenktag in Südafrika jährlich als National Women’s Day gefeiert.

Zum 50. Jahrestag fand eine Wiederholung des Protestmarsches statt. Viele Teilnehmer der ursprünglichen Demonstration waren wieder dabei.

Frauen kommen in der Stadt an und warten auf den Beginn des Marsches
Der Marsch ist im Gange!
Der Marsch nähert sich den Union Buildings in Pretoria
In den Union Buildings befindet sich das Büro des Premierministers
Frauen versammeln sich vor dem Büro des Premierministers
Frauen bei der Übergabe der Petition an das Büro des Premierministers
Polizeipräsenz während des Marsches
Frauen singen gemeinsam: Wathint' abafazi, wathint' imbokodo'!
Mitwirkende: Geschichte

Photographs — Baileys African History Archive
Text — Baileys African History Archive and Africa Media Online

Quelle: Alle Medien
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