29.05.2014 bis 31.05.2014

MILLERNTOR GALLERY #4

Viva con Agua de Sankt Pauli

“Art creates Water”
Millerntor Stadion - St. Pauli - Hamburg

Die Millerntor Gallery ist eine kreative Plattform, die Menschen einlädt an einem Diskurs um nachhaltige Verantwortung teilzunehmen. Es stehen Werke globaler Kunstschaffender im Mittelpunkt, die über eine ästhetische Erfahrung den Besuchern Impulse bieten. Der Diskurs wird durch die universellen Sprachen Kunst, Musik und Fußball erlebbar und gemeinschaftliche Aktivitäten wirken sinnstiftend und aktivierend.

Diese unkonventionelle Galerie integriert Komponenten aus Wissenschaft und Politik, um über öffentliche Diskussionsrunden und Expertengespräche die zinnstiftende Tragweite des Konzep-tes wissenschaftlich zu hinterfragen und um den Diskurs einer breitenÖffentlichkeit zugänglich zu machen und voranzutreiben.

Es wird jedoch nicht nur über soziale Verantwortung geredet, sondern diese auch konkret übernommen. Alle Gewinne der Veranstaltung gehen zu Gunsten der Projekte von Viva con Agua, die alle das Ziel haben, das weltweite Problem der unzureichenden Wasser und Sanitärversorgung zu lindern.

Das Prinzip der Ausstellung folgt der Partizipation und bedeutet für das Millerntor-Stadion, dass alle Teilnehmenden wie auch Besucher „Supporter“ sind, die sich gemeinsam zu einem gesellschaftlichen Sprachrohr formieren, um den Zugang zu Trinkwasser für alle einzufordern.

Low Bros 

Die beiden Brüder Christoph und Florian Schmidt machten sich bereits in ihrer Jugend als Graffiti-Writer einen Namen und bilden heute das Künstlerduo Low Bros. Stilisierte Tierfiguren mit menschlichen Attributen stehen im Zentrum ihrer Werke. Ihre tierischen Helden skaten, tragen Sonnenbrillen oder Caps und können damit als Personifikation der Großstadtjugend mit ihrem ausgeprägten Sinn für Styles, Posen und dem unbedingten Willen zur Coolness gelesen werden. Trotzdem bleibt der Bezug zu einer vermeintlich kindlichen Ursprünglichkeit über die Tier- und Naturmotive immer erhalten. In ihren kubistisch anmutenden Panoramen verschmelzen mithin das Urbane und das Natürliche ebenso wie das Analoge und Digitale, wo•bei nicht zuletzt Einflüsse aus Design und Illustration hervortreten.

Mural und Installation von Low Bros, JR und Rebelzer

JR

Der französische Fotograf und Künstler JR vollbringt es immer wieder mit seiner Kunst Barrieren zu überwinden und soziale Themen in den öffentlichen Fokus zu rücken. Mit dem INSIDE OUT Projekt trägt er zur Demokratisierung der Kunst bei und bietet ein offenes Netzwerk an. Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen partizipieren auf einfachste Weise und können somit ihrer eigenen Vorstellung freien Lauf lassen. Sie werden Teil des gesamten kreativen und kollektiven Prozesses. Sein Projekt ist ein Appell an die Menschen, um sich gerecht und ohne Furcht für andere einzusetzen und um friedlich die konfliktbeladene Welt mit Kunst zu vereinen.

“I wish for you to stand up for what you care about by participating in a global art project, and together we’ll turn the world…INSIDE OUT.“ (JR auf der TED – Konferenz 2011).

Mural von Deluxe Kids
Mural von Queen Kong
Mural von Queen Kong

QueenKong 

Marco Schmid und Veronika Bürgi aus Luzern, alias QueenKong, malen, designen, sprayen und fotografieren seit Jahren gemeinsam als Street Art-Paar. Von New York bis nach Brasilien hat QueenKong unübersehbare Spuren hinterlassen. Seit über 3 Jahren lassen Vero und Marco als QueenKong ihre Kreativität für Wasserprojekte explodieren und starten gemeinsam mit Viva con Agua durch – mit Herzblut für sauberes Trinkwasser. So haben sie mit ihrer Kunst bereits einige tausend Schweizer Franken für Viva con Agua Schweiz sammeln können. Nebst T-Shirt-Designs und versteigerten Leinwänden durfte Queen-Kong Ende letztes Jahr auch mit auf eine Projektreise nach MosamBIG, um mit den lokalen Kids Workshops durchzuführen.

Kollektivarbeit von den Künstlern von Lampedusa (Hamburg)
Mural von Daan Botlek

Daan Botlek

Daan Botlek hat Illustration an der Willem de Kooning Academy in Rotterdam studiert, verbrachte aber die meiste Zeit mit freien Arbeiten (meist Zeichnungen und Malereien). Diese Arbeiten waren Bestandteil von Ausstellungen an Orten wie Berlin, Leipzig, Manchester, Paris, Madrid, Zaragoza, Bilbao, Kopenhagen, Bangkok, Warschau, Amsterdam und natürlich Rotterdam.

In seinen Arbeiten verwendet Daan Botlek Surrealismus, Rätsel, Mathematik, Entfremdung und Humor, um die Realität in Frage zu stellen. Welche Dinge entscheiden wir zu sehen? Und was entscheiden wir nicht zu sehen? Warum neigen wir dazu, an den Illusionen, die wir errichten, festzuhalten?

Mural von Yescka

Yescka

guerilla-art.mx versteht sich als transkontinentales Street Art-Projekt von Yescka (Mexiko) und dem deutschen Filmemachers Jonathan Rutsch. Getragen vom Wunsch nach Austausch und Verbreitung der Synergien zwischen den Künsten, organisiert das Kollektiv Ausstellungen, Projektreisen und bereicherte unzählige internationale Festivals. Yescka war mit seinen Motiven maßgeblicher Teil der sozialkritischen Bewegung während des Konflikts in Oaxaca (MX) in 2006. Seine Motive kombinieren traditionelle Techniken wie Holzschnitt mit urbanem Graffiti und schlagen damit die Brücke zwischen kulturellen und westlichen Werten, um die Ungerechtigkeit und soziale Konflikte kunstvoll zum Ausdruck zu bringen. Rutsch inszenierte Video-Dokumentationen während der Reisen und Kollaborationen und schuf damit ein interkulturell kompatibles Medium der Kommunikation über die Grenzen Mexikos hinaus.

Mural von Nelio

Nelio

Minimalistisch und Komplex. Nelio entwickelte seit den späten 90ern ein kontrastreiches Universum zwischen Figurativem und Abstraktem. Autodidaktisch begann er sein Interesse an Grafikdesign, Illustration und Architektur in eigene Werke zu verwandeln und sammelte während unzähliger Reisen und Kollaborationen mit anderen Künstlern Inspiration, die seine momentanen Werke beeinflussen.

Sprühfarbe, und nicht selten auch gesammelte Objekte wie Holz, helfen ihm bei der Aneignung des öffentlichen Raums mit Wandbildern und Installationen. Dabei benutzt er klare, geometrische Formen, Buchstaben und sogar Teile des Gesichts. Seine kraftvollen Kunstwerke bieten eine verspielte Vorstellung der Welt.

Nils Kasiske für Little Sun
Nils Kasiske für Little Sun
Säule von OZ
Säule von OZ
Mural von Jim Avignon

Jim Avignon 

Jim Avignon ist Maler, Illustrator und Konzeptkünstler und zählt zu den ungewöhnlichen Charakteren in der aktuellen deutschen Kunstszene. Seine Bilder sind ein Mash up aus cartooniger Figuration, expressionistischem Bildaufbau, und dominant aufs Bild gemalten Titeln immer getreu der Devise – ein Maximum an Ausdruck mit einem Minimum an Linien. Seine Werke bleiben erschwinglich und sind für jeden gedacht. Er steht nirgendwo unter Vertrag, hat keinen Agenten und auch keine Bilder im Internet zu verkaufen, eine lineare Karriere interessiert ihn herzlich wenig, Kunst ist für ihn vor allem Kommunikation, er ist ein Abenteurer, der hauptsächlich seiner Neugierde folgt. Am ehesten findet man ihn in schummrigen Undergroundbars, wo er gerne unter dem Pseudonym “Neoangin” legendäre lo-fi elektronik shows zum besten gibt.

KYMAT von Sven Meyer
Mural von Ramba Zamba

Ramba Zamba

Ramba Zamba hat sich gefunden im Jahre 2010 und ist ein Zusammenschluss gut gelaunter Matrosen aus Hamburg, Glasgow, London und Marseille. In all diesen Städten, Stadien, Häfen heißt es: Ramba Zamba steht für Party-Qualität und bunte, aktive Bilder im Kollektiv.

„Unser Heimathafen ist das Millerntor und die Werft der Tresen von Brigitte. Seit 2010 haben wir Viva con Agua und einige andere soziale Projekte unterstützt mit Musik&Tanz, Tombola und der Malerei, um einen Beitrag für eine buntere, gesündere Welt zu leisten.“

Mural von Billy

Billy

Billy ist eine englische Künstlerin mit einer Leidenschaft für Farbe und einem Fokus darauf, beim Malen in ihrem Studio, genauso wie draußen auf der Straße, Spaß zu haben. Billys Arbeiten sind inspiriert von tatsächlichen Begebenheiten, von Menschen, von den Beobachtungen, die sie gemacht hat, während sie an unbekannten Orten lebte und an exotische (und nicht exotische) Ziele reiste – das alles gemischt mit Phantasie und positiver Energie. Die markanten Formen, Charaktere und Symbole in Billys Werken sollen die Menschen mittels farbenfroher Kommunikation dazu ermuntern zu lachen und glücklich zu sein.

Billy absolvierte ihr Studium im Fach Grafikdesign an der Nottingham Trent University in 2007. Ihre Kunst schmückt Straßen in Berlin, London, Manchester, Madrid, Holland und anderswo.

Mural von Frederic Sontag

Frederic Sontag 

„Ich bekam im Alter von 14 Jahren das erste mal eine Sprühdose in die Hand und hatte einen Riesenspaß dabei diese zu entleeren. Vorher hatte ich mit Kunst und Malerei nichts zu tun gehabt und das sollte sich auch in den folgenden Jahren, in denen ich Schallschutzwände und Brücken bemalte, nicht wirklich ändern. Fünf Jahre später, nachdem ich die Konsequenzen meines nächtlichen Treibens mehrmals zu spüren bekommen hatte, fing ich eine Ausbildung als Bühnenmaler an und kam so immer mehr mit anderen Formen der Malerei in Berührung.“

Mittlerweile hatte Frederic Sontag bereits Ausstellungen in Stuttgart, München, Berlin und Augsburg und diverse Lifepain•ting-Aktionen und Aufträge, sowie eine Einzelausstellung mit seiner Serie „Super Surveillance“, die sich mit Kameras und der Überwachung öffentlichen Raumes auseinandersetzt.

Secret Wars / Team Hamburg
Mural von Roids

Roids

Der Londoner Künstler Roids (*1982) begann in den späten 90er Jahren mit der Malerei und gewann in den vergangenen 10 Jahren internationales Ansehen für seine Innovation und seine technischen Fähigkeiten. Seine stetige Entwicklung der New York Subway Graffitis stand genauso wenig still wie er selbst. Nach seiner ersten Solo-Ausstellung im Sommer 2012 arbeitet er jetzt als Kreativchef und Künstler in seinem Londoner Studio daran, die Meinung der Leute über Graffiti zu beeinflussen und zu verändern.

Mural von Sozyone Gonzalez

Sozyone Gonzalez 

Sozyone hat im belgischen Brüssel seine Heimat, es zog ihn jedoch zum Leben und Arbeiten nach Valencia ins sonnige Spanien. Sozyone nutzt sein eigenes Vokabular und ist im selben Moment subtil und leicht brutal. Geprägt wurde sein Kunst durch seine Jugend, die von Break-Dancing und Graffitis begleitet wurde. Er arbeitet überwiegend mit Acryl und Spraydosen um seinen Bildern Ausdruck zu verleihen.

Mural von Rips1

Rips1

Linus von Moos entdeckte seine kreative Ader schon während seiner Kindheit. Als kleiner Junge versuchte er, seinen perfekten Superhelden zu zeichnen. Ein Notizblock und ein Stift waren seine ständigen Begleiter. Er entwickelte seine Kreativität und malte kontinuierlich - wann und wo auch immer er konnte. Durch seine Liebe zum Breakdance kam Linus von Moss, auch bekannt als Rips1, zum Graffiti. Rips1 ist ein Illustrator, Grafik-Designer, Sprayer, Flyer-Designer, Dekorationsdesigner – einfach eine abenteuerlustige kreative Person, die seine Vielseitigkeit durch die Kunst auslebt.

1010

1010 lebt und arbeitet in Hamburg. Seine Kunst beschäftigt sich mit Sprache, mit Symbolen und Zeichen, mit den Automatismen unserer Wahrnehmung sowie mit den Strukturen unserer Gesellschaft. In seinen Papierarbeiten bedient er sichbewusst einer schönen Ästhetik um dem Betrachter eine kritische Thematik näher zu bringen. Gekonnt lockt er hier das Auge vorbei an sanft ausgewogenen Farbnuancen hinab in einen illusorischen schwarzen Abgrund. 1010 ist ein Konzeptualist. Seine Kunst erklärt sich nicht von selbst. Ihr liegt ein durchdachtes System zugrunde, welches sich in den letzten Jahren immer weiterentwickelt hat. Dieses gibt er in seiner Wandmalerei, Gemälden und Papierarbeiten wieder.

Mural von 1010 und Base23

Base23

Base23 lebt und arbeitet in Berlin. Sei•ne Inspirationsquellen für sein Graffiti, seine Tuschezeichnungen und seine Installationen aus Karton sind sehr mannigfaltig. Dazu zählt die psychedelische Kunst der Sechziger, die Popart, Undergroundcomics der Siebziger, Japanische Roboter und deren Verpackungen, sein Auslandsaufenthalt in Hongkong, Typographie und chinesische Drachen, traditionelle Stoffe und innovatives Graffiti.

All dies vereint der Künstler zu seinem einzigartigen graphischen Stil. Seine Liebe zum Detail verarbeitet Base23 sowohl in großen Wandproduktionen als auch in seinen filigranen Arbeiten auf Papier oder Leinwand. Leuchtende Farben verleihen seinen Werken Ausdruck, Intensität und Dynamik. Seine Intention ist es, der kurzweiligen Betrachtung in unserer von Bildern überfluteten Welt entgegenzuwirken und den Betrachter wieder zum Verweilen und zur Kontemplation einzuladen.

Zusätzliches Mural von Base23
Mural von Elmar Lause
Mural von Elmar Lause (Detail)

Elmar Lause 

Elmar Lause lebt und arbeitet in Hamburg. Er ist ein Meister der Collage sowie der Verfremdung des uns Bekannten, und das in mehr als nur in einer Hinsicht: In seiner Malerei, seinen Collagen, Fotoübermalungen und Skulpturen überlagern sich die unterschiedlichsten Elemente unserer Wirklichkeit, Zeitloses und Aktuelles verbindet sich zu fantastischen, skurrilen und absurden Inszenierungen. Das dem unserem visuellen Gedächtnis Vertraute und Selbstverständliche, verfremdet er durch seine innovativen Zusammensetzungen. Viele seiner Werke sind tatsächliche Collagen aus unterschiedlichen, gesammelten Materialien auf Leinwand gebracht oder als Skulpturen zusammengesetzt. Auch in seinen Gemälden verwendet er diese Technik, indem er sich Versatzstücken unterschiedlichster Bilderwelten aus Comic, Videospielen Kunst und Graffiti, bedient, die er dann zu neuen absurden Wesen und Welten vereint. Durch die neuen Verknüpfungen verschiedener bereits bekannter Dinge, erschafft er zunächst ein Moment der Wiedererkennung, durch die ungewohnte Kombination aber wirkt das Bekannte plötzlich fremdartig. Somit manipuliert er das Gewohnte und bringt den Betrachter dazu, es aus einer neuen Perspektive zu erfahren.

Mural von Zipper - die Rakete

Zipper - die Rakete

Zipper - die Rakete leben und arbeiten in Hamburg. „We need Space“ ist ihr Motto. Zipper - die Rakete ist für mehr Freiräume und die Freiheit, diese auch selbst zu gestalten. Geprägt und inspiriert von der Popkultur und populärer Musik produziert das Künstlerduo nun schon seit 3 Jahren seine bekannten Raketen. Die Rakete steht für Abenteuerlust, Freiheit, Raum und Spaß.

Nebst dreifarbigen Siebdrucken ist Styrodur ihr Ausdrucksmaterial. Den Werkstoff, welcher auch in der Architektur zum Modellbau verwendet wird, bearbeiten sie mit einer großen Liebe zum Detail: in mühsamer Kleinstarbeit wird jedes Teil einzeln geformt und lackiert, daraufhin werden die Raketen wieder wie ein Puzzle zusammengesetzt und dann im öffentlichen Raum angebracht.

Die Raketen dienen ihnen so als Mittel zu einer öffentlichen Kommunikation, die an Hauswänden stattfindet.

Mural von Art One, Dirk Vorndamme, Loomit, MIR und mittenimwald

mittenimwald

mittenimwald schafft pop-propagandistische Stencilart-Welten: Detailreiche, handgecuttete Schablonen, mit der Dose auf den sorgfältig grundierten, organischen Werkstoff Holz oder direkt auf die Mauer gesprüht -ein Ex-ausgebeuteter Werber nimmt Rache.  Junge, hübsche, subkulturelle Damen blicken uns sinnbefreit an. Revoluzzer, Pop-Ikonen, Diktatoren und andere Unsterbliche thronen plakativ über Botschaften wie »fuck art«, »enjoy capitalism«, »vandalism« und »wash your dirty money with my art«.

Dirk Vorndamme

Plakate aufhängen kann jeder. Sie abhängen und Kunst daraus machen nicht. Dirk Vorndamme, dessen Werke eine Komposition aus Schnitten in Papier und Wasserfarbe sind, schafft es, einem allgegenwärtigen Werbemedium nach dessen Tod wieder neues Leben einzuhauchen. Seit Mitte der neunziger Jahre nutzt er für seine Bilder ein einzigartiges Material: Von der Straße abgerissene, mehrschichtige Plakatwände verarbeitet er zu illustrativen Collagen. Dabei setzt er sich kritisch in einer Paarung von Pop-Art und illustrativem Comic mit unserer Umwelt auseinander und will sowohl Bezug auf die »fiese als auch die kritische Seite der Kunst« nehmen. Er ist sich dabei durchaus bewusst, dass Kunst nicht immer schön und positiv sein kann. Eine Tatsache, die er konstruktiv zu nutzen weiß. Seine Bildwelten sind bevölkert von Skeletten und Knochen, Elemente welche ihn seit jeher faszinieren. Lange waren die ausgestorbenen Dinosaurier sein Thema, gegenwärtig drehen sich seine Bildszenarien um das Ende der menschlichen Spezies.

ArtOne

ArtOne (*1971) ist ein in Hamburg geborener Maler, der im Alter von 15 Jahren als Graffitiwriter in der aufkommenden Hip Hop-Szene mitgewirkt hat. Im Zeitraum zwischen 1988 und 1993 entstand ein Großteil seiner Werke, die in diversen Ausstellungen gezeigt wurden. Heute ist er hauptberuflich als international gefragter Kunsthandwerker im Interieursbereich tätig. 2010 kehrte ArtOne zu seinen Wurzeln zurück und kombiniert nun sein berufliches Know How mit seiner Leidenschaft Graffiti.

MIR 

Alexej Mirnij alias MIR verbindet in seinen Bildern verschiedene Darstellungsweisen und Techniken miteinander. Seine Arbeiten bestehen aus einer Kombination von Schriften, Bildern und Piktogrammmen, welche für den Betrachter ein komplexes Bilderrätsel aufgeben. In seinen Kunstwerken sind die unterschiedlichsten Inspirationen zu erkennen. Dabei bedient er sich an Motiven aus der Kunstgeschichte, der Medien- und der Zeichenwelt.

Loomit

Loomit, einer der wohl bekanntesten Graffitikünstler unserer Zeit, hat seine Leidenschaft für die Graffitiszene im Alter von vierzehn Jahren entdeckt. Anfangs ein Hobby, später eine Obsession! Mit 15 sprühte Mathias Köhler sein erstes Graffiti auf den Wasserturm in Buchloe. Das war 1983 und Graffiti steckte in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Zwei Jahre später malte er unter dem Pseudonym Cryptic2 mit sechs anderen Sprayen den ersten Whole Train Deutschlands, der als »Geltendorfer Zug« in die Graffiti-Geschichte Europas eingehen sollte. Neben Ausflügen in filigrane Leinwandarbeiten ist der Graffiti-Artist für seine 3D Schriftzüge bekannt, die er bei keinem geringeren als der New York Writer-Legende Seen erlernt hat. Heute arbeitet Loomit als freischaffender Künstler in München und hat für diverse Unternehmen wie Opel sowie das Salzburger Fußballstadion gearbeitet. 2002 wurde Loomit mit dem Schwabinger Kunstpreis für seine Werke ausgezeichnet.

Los Piratoz 

Los Piratoz treiben mittlerweile seit über 10 Jahren ihr Unwesen in der Hamburger Streetsartszene. Bekannt wurden sie durch ihre aufwändigen Multilayer-Stencils. Läuft man durch die Stadt, erblickt ein waches Auge in beinahe jedem Straßenzug mindestens eines ihrer Werke. Den mit Abstand größten Teil ihrer Bilder findet man in Hamburg, aber mittlerweile sind die Schätze der Piraten auch in den Großstädten Europas oder auch in Afrika, Asien und Nordamerika zu finden. Kacheln, Sticker, Poster, Cut-Outs, Installationen und Adbusting gehören zu ihrem Repertoire. Neben Beiträgen in sämtlichen Büchern über Streetart in Deutschland und Europa dokumentiert ein Buch namens „Los Piratoz - Yes, we ARRRR!“ ihr Schaffen.

Mural von Los Piratoz
Mural und Installation von Rebelzer

Rebelzer 

Viva con Agua-Gründungskünstler der ersten Stunde und „still on the run since 1995“.

Rebelzer ist aktiv in der Street Art-Szene verankert und für seine schwarz-weißen Freaks bekannt. Diese sind meistens gut aufgelegt und erfreuen sich ihres Da-seins. Ebenso leiten sie ihre gute Laune an den Betrachter weiter. Ob klein, ob groß, Rebelzer malt seine Freaks gerne in allen möglichen Größen und das auf fast allen Untergründen. Durch die Einfachheit und die Reduktion auf das Minimum, geben die Linien den Freaks ihre Charakterstärke und bringen ihre Aussage durch ihren Ausdruck auf den Punkt. Ob am Hamburger Millerntorstadion, in Galerien oder an europäischen Häuserfassaden – Rebelzer blieb über die Jahre seinen Freaks treu und schaffte damit einen Wiedererkennungswert, der unverkennbar für ihn steht.

Mural von Julia Benz

Julia Benz

“Ein Gemälde beginnt mit dem eigentlichen Malen, nicht mit einer Idee” sagt Julia Benz über ihre Arbeit. Ihre Bilder sind manchmal gegenständlich, oft abstrakt. Ihre Figuren sind weder moralische noch praktische Träger von Botschaften, sondern Spaßbilder. „Wenn wir heutzutage reisen, sind wir überwältigt von gefakten Realitäten. Ich finde die simplen Momente aufregend und tief. Ich setze das Banale groß und laut in Szene, denn es ist wundervoll", erklärt sie. Julia Benz studierte Malerei an der Universität der Künste in Düsseldorf. Aktuell arbeitet und studiert sie in Berlin an der Universität der Künste.

Mural von Golden Green

Golden Green 

Golden Green ist bekannt für seine einzigartige Graffiti-Ästhetik. Ein Universum surrealer Charaktere gemischt mit einem Spritzer futuristischem Kubismus, raffinierten Buchstaben und einer Prise dadaistischen Einflüssen. Zusätzlich zu seiner Leidenschaft – den Wänden – arbeitet er auf Leinwänden, mit Drucken und Papierschnitt. Golden Green ist außerdem Member des berüchtigten U.B. Ultraboyz Kollektivs.

Zusätzliches Mural von Nove Digital Organico (August 2014)
Zusätzliches Mural von Der 6te Lachs (August 2014)
Zusätzliches Mural von  Drops & Cami (August 2014)
Zusätzliche Mural von Fabian Wolf (August 2014)
Mitwirkende: Geschichte

Redaktion — A. Lafrentz
Redaktion — J. Fusenig
Redaktion — C. Bosse
Fotos — P. Dahmen
Fotos — G. Nicolaus
Fotos — P. Martin
Fotos — T. Lang
Fotos — Urbanshit / R. D. Klöckner

Quelle: Alle Medien
Der vorgestellte Beitrag wurde möglicherweise von einem unabhängigen Dritten erstellt und spiegelt nicht zwangsläufig die Ansichten der unten angegebenen Institutionen wider, die die Inhalte bereitgestellt haben.
Mit Google übersetzen
Startseite
Erkunden
In der Nähe
Profil