September 2013

MozamBIG

Viva con Agua de Sankt Pauli

Projektreise von Viva con Agua Schweiz nach Cabo Delgado, Mozambik

Auschnitt der Erlebnisbericht von Vero Bürgi (QueenKong)

Groß war die Freude als wir vernommen haben, dass wir als künstlerischer Part Teil haben dürfen an einer Reise nach MosamBIG mit Viva con Agua.

Wir, Marco und Vero alias QueenKong, hatten den Plan, MosamBIG per Bus über Tansania anzureisen. Wir landeten nach einem unproblematischen Flug in Dar es Salaam. Dort hatten wir uns zu später Stunde bei der Treppe rechts am Flughafenausgang mit Josina Schiff verabredet, welche einige Stunden später ankam. Um diesen Bericht kurz und knackig zu halten, werde ich auf die Details der Reise zum Thema „Platzangst in gequetschtem Bus neb Huhn“, „4h Pickup im Sandsturm“ und „Busgeschwindigkeit 140km/h trotz Schlaglöchern“ nicht näher eingehen. Jedoch ist uns während der Fahrt besonders aufgefallen, was man alles auf seinem Kopf tragen kann. Unsere Top 3: Platz 1; Aquarium inkl. Fischen, Platz 2; Schulrucksack und Platz 3; Nähmaschine.

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Auschnitt der Erlebnisbericht von Vero Bürgi (QueenKong) – Folge

(...) Nach drei Tagen sind wir zerknittert jedoch hochhappy in Pemba in die Arme von Dorothea gefallen. Wir spürten es sofort: sie war „the man„ für Pemba. Nebst Barbara von Helvetas, hat sie uns durch das Abenteuer Afrika geführt. Dankbarkeit hoch 20. Bevor sie uns in unser wunderbares Domizil brachte, zeigte uns Doro die Wand, welche von uns bemalt werden durfte. Es ehrt uns sehr, dass diese Wand der Haupteingang vom Pembanischen Fussballstadion ist. 2 mal 4m x 7m hoch haben wir ein Gebäude, wie es schöner nicht sein könnte!Gerüst organisiert (danke lieber Jürg), Farben besorgt (danke lieber Osman), Bewilligung ausgedruckt (danke lieber Bürgermeister) und Unterstützung von lokalem Künstler (danke lieber Nelson), wagen wir uns um 5h30 Uhr Morgens mit den ersten Strichen an die Wand. Glücklicherweise hatten wir jeweils Schatten bis 11h30 und wurden so morgenaktiv wie sonst schon gar noch nie. Als Wecker diente uns nebst der goldigen Morgenstimmung jemand, der zeitgetreu immer um 5h00 an unser Fenster klopfte: Ein Vogel, verärgert über die Dreistigkeit seines Gegenüber, hackte er auf sein Spiegelbild ein.

Nach 5 Tagen intensiver Arbeit, beobachtet von hundert neugierigen Augenpaaren, wurde das Bild abgeschlossen, und so ziert nun ein Elefant, der mit Luftballonen Fussball spielt, das Stadion. Als Schiedsrichter wurde eine der so zahlreich herumfliegenden Krähen von Pemba verewigt.

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Auschnitt der Erlebnisbericht von Vero Bürgi (QueenKong) – Folge

(...) Während des Malens bekamen wir Zuwachs von der Gruppe, die direkt von Europa nach Pemba geflogen ist. So war unsere Crew am Mittwoch vor dem Festivalweekend komplett.

Unser Haus am Meer verwandelte sich in eine kreative Fabrik und wurde zu einem Musik-Film-Foto-Malstudio. Ein kilometerlanger Tisch auf der Veranda diente als Ort des Geschehens. Im Halbstundentakt zauberte der mitgebrachte Drucker Fotos aus dem Hut, welche unser Masterfotograf „strassenkoeter“ im Verlauf des Tages geshootet hatte. Portraits von Gesichtern die erzählen. Beweis unserer Gefühle. So ist Pemba, so ist MosamBIG.

Die Bettchen wurden alle kreativ verziert mit Moskitonetzen, Schnüre wurden durch das ganze Haus gespannt. Es wurden keine Glöcklein angebracht, sonst schwöre ich, hätte man üben können wie man dank Flick Flack den Laserstrahlen eines Raumes ausweichen kann. Persönliche Gegenstände wurden neben das Bett gelegt – Fotos von Familie und Freunden, Glücksbringer und die Machete unters Bett – save.

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Auschnitt der Erlebnisbericht von Vero Bürgi (QueenKong) – Folge

Unsere Projektreise begann am Donnerstagmorgen um 7h00. Wir hatten eine lange Fahrt und besuchten die Projektdörfer von Helvetas und Viva con Agua. Es war eindrücklich, aufklärend und dann wieder eindrücklich. Wir lernten viel über die WASH Initiative (Wasser, Sanitäre Anlagen und Hygiene).

Die Menschen vor Ort haben uns mit offenen Armen empfangen und mit uns alles geteilt was zu teilen möglich war. Schlag auf Schlag, Minute für Minute kamen erlebte Augenblicke hinzu und häuften sich im inneren Pyramiden-form-mässig an.

Ein grosser Moment war auf jeden Fall, sich erfrischen zu können an den Brunnen aus den Projektdörfern. Diese Brunnen verhelfen den Bewohnern, sich auch in der aktuell herrschenden Dürre jederzeit mit frischem Trinkwasser zu nähren. Mit Freude und voller Stolz wurden uns diese Brunnen gezeigt und es wurde demonstriert, wie einfach es ist, an Wasser zu kommen.

Eines meiner persönlichen Powerchargen hole ich mir, wenn ich an den gemeinsamen Tanz denke, welcher mir die Dorfbewohner in der Nacht beigebracht haben. Ein Moment ohne Falsch und Richtig, ohne ich und du, sondern wir – hier!

Auschnitt der Erlebnisbericht von Vero Bürgi (QueenKong) – Folge

Da der Tag nach der zweitägigen Projektreise der grosse Tag des Festivals war, konnten wir auch nach dieser Flut von Eindrücken nicht pausieren. Zurück in Pemba traf sich QueenKong um 7h00 mit vielen Kids auf dem Festivalareal, welche eine weitere Wand vom Fussballstadion bemalen konnten. Wir verteilten die Wand an 7 lokale Kunstlehrer, die jeweils mit 10 Kindern einen Teil der Wand bemalten.Wie bei so vielem, kam es etwas anders als geplant. Kaum wurden die Farben ausgebreitet, entstand eine ungemeine Dynamik, gegen die man nicht angehen konnte und wollte. Die Kids haben gemalt als ob ihnen jemand die Wand vor der Nase wegnehmen würde. Nichts mit Malhemmung oder Unsicherheit. So entstand ein Bild, welches typischer nicht sein könnte: farbenfroh, ohne Konzept, chaotisch, positiv und aufstellend zugleich. Besonderen Anklang fand die Aktivität mit den gefüllten Wasserballonen voll Farbe. Diese wurden als Startschuss des Workshops an die Wand geschmissen: verwöhnt die Welt mit Farbe!

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Auschnitt der Erlebnisbericht von Vero Bürgi (QueenKong) – Folge

(...) Als weiteres Highlight und insgeheim gespeichertes Abschiedsgeschenk gab es am Abend dann eine Show, wie sie Pemba noch nicht erlebt hatte. So wurde als Eröffnung die Modeschau von Josina („EJ!“) und Doro („el J.“) vorgeführt. Danach kamen viele lokale Musikkünstler zum Zug, bevor Herr Knackeboul und Chocolococolo das Publikum total in ihren Bann zogen. Bestimmt wird Beatboxen der neue Trend in Pemba!Shot B, ein Hip Hop Künstler aus Maputo, knallte zusammen mit Knackeboul dann den Hit hin, welcher diese Reise musikalisch für immer unterstreicht: „Vamos la“. Dieser Song ist in „unserem“ Haus mit uns als Zeugen geboren. Wir sassen daneben, als die zwei Jungs zu einem Ohrwurmbeat den Text verfassten. Aufgenommen im legendären „tambo tambulani tambo“ Studio von Pemba wurde unter der Regie von Simon Ramseier auch ein Video dazu gedreht. Nur leider muss dazu gesagt werden, dass wir QueenKongs, diesen Teil durch Abreise zurück in die Schweiz verpasst haben. Umso mehr freuen wir uns, wenn das Endergebnis Ende November erscheinen wird!

Mitwirkende: Geschichte

Fotos — Strassenkoeter / Thomas Koch
Video — ARTE Tracks
Texte — Vero Bürgi (Queen Kong)

Quelle: Alle Medien
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