1999 bis 2008

NELSON MANDELA: Die Jugend

Nelson Mandela Centre of Memory

"...junge Menschen müssen selbst alles daransetzen, die höchst mögliche Ausbildung zu erhalten, damit sie uns in Zukunft als künftige Führungskräfte gut repräsentieren können."

Nelson Mandela war stets der Überzeugung, dass die Jugend das Fundament für die Zukunft darstellt, und hat Bildung als wichtiges Mittel der Befreiung gefördert.

Ein Großteil seiner gemeinnützigen Arbeit nach 1999 galt direkt den Bedürfnissen junger Menschen in Südafrika und in der ganzen Welt – in erster Linie durch die von ihm gegründeten Organisationen wie dem Nelson Mandela Children's Fund, der Nelson Mandela Foundation, der Mandela Rhodes Foundation und dem Nelson Mandela Centre of Memory.

Nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis im Jahr 1990 fühlte er sich besonders zu Kindern und Jugendlichen hingezogen. Er genoss ihre Gesellschaft und gelangte dank seines entwaffnenden Humors und seiner spontanen Begeisterungsfähigkeit mühelos mit ihnen ins Gespräch.

Mandela als Comic-Held: Dieser vierteilige Film über das Leben Nelson Mandelas wurde für junge Menschen geschaffen. Im ersten Teil geht es um seine Kindheit.
Großstadt
Der Gefangene
Der Staatsmann

Der Film, der ausgewählte wichtige Momente im Leben Nelson Mandelas zeigt, ist in Zusammenarbeit des Nelson Mandela Centre of Memory und Umlando Wezithombe Publishing entstanden.

Auf den Film folgten acht Comicbücher und eine Graphic Novel über Mandela. Diese beschreibt sein Leben – von den Kindertagen in der Provinz Ostkap über die Zeit, in der er zum politischen Aktivisten wurde und ins Gefängnis kam, bis hin zu seiner Amtseinführung als erster demokratisch gewählter Präsident Südafrikas.

CHILDREN'S LONG WALK TO FREEDOM: 2009 veröffentlichte der Herausgeber der Autobiografie von Nelson Mandela "Der lange Weg zur Freiheit" eine Version für Kinder.

"Das System der Apartheid hat vielen Kinder ihres Rechts auf anständige Bildung und Freude am Lesen beraubt. Diese Freude am Lesen habe ich mir mein ganzes Leben bewahrt und ich wünsche allen Südafrikanern eine ebensolche Freude."

Adaptiert vom gefeierten südafrikanischen Schriftsteller Chris van Wyk und illustriert von Paddy Bouma wurde das Buch von seinem Urenkel Ziyanda Manaway im Rahmen der internationalen Literacy Week präsentiert.

"Unser Großvater glaubt, dass Bildung und Lesen zwei der wichtigsten Dinge für Kinder sind", sagte er bei der Vorstellung. Er las auch eine Botschaft von Herrn Mandela vor: "Das System der Apartheid hat viele Kinder um ihr Recht auf anständige Bildung und Freude am Lesen gebracht. Diese Freude am Lesen habe ich mir mein ganzes Leben bewahrt und ich wünsche allen Südafrikanern eine ebensolche Freude."

Der Verleger MacMillan veröffentlichte das Buch in allen 11 offiziellen Sprachen Südafrikas sowie in Portugiesisch und amerikanischem Englisch.

Twinkle, Twinkle, Little Star: Nelson Mandela singt seine eigene Version von "Twinkle, Twinkle, Little Star".

Nelson Mandela wird besonders von Kindern geliebt. Er singt den Kindern gern etwas vor, wenn er Schulen, Krankenhäuser und andere Einrichtungen besucht. Diese Angewohnheit hat sicherlich ihre Herzen berührt und auch ihm sehr viel Freude bereitet.

In den ersten Jahren nach seiner Freilassung sang er kleinen Kindern oft seine eigene Version des Kinderliedes "Twinkle, Twinkle, Little Star" vor. Im Laufe der Zeit wurde daraus eine Art Tradition und die Kinder sangen mit Begeisterung und Freude mit, wenn er das Lied anstimmte.

"Ich bewundere junge Menschen, die sich für die Gesellschaft und ihr Volk einsetzen, vielleicht weil auch ich bereits in der Schule mit dem Kampf für die Freiheit in Berührung kam. Mit einer solchen Jugend können wir sicher sein, dass die Ideale, die wir heute hochhalten, niemals in Vergessenheit geraten werden. Wenn junge Menschen aufgerüttelt werden, können sie die Mauern der Unterdrückung einreißen und das Banner der Freiheit hissen."

Jugendliche aus Soweto kommen im Gefängnis an.

Nach dem Soweto-Aufstand 1976 drängten sich in Robben Island und anderen Gefängnissen in Südafrika jede Menge neuer Gefangener – junge Leute, die bei dieser schicksalhaften Phase in der Geschichte des Landes dabei waren. Die Soweto-Generation, die sich der bewaffneten Polizei des Apartheidregimes entgegengestellt hatte, war getötet, ins Exil vertrieben oder festgenommen und inhaftiert worden. Diese militanten jungen Menschen brachten die Nachricht mit sich, dass der Widerstand gegen die Apartheid, der mit der Generation Mandelas vom Regime niedergeschlagen worden war, wieder entfacht war. Es gab Hoffnung. Die Apartheidsgegner waren wieder auf dem Vormarsch. Die älteren Häftlinge schöpften Hoffnung.

Nelson Mandela war eines der Gründungsmitglieder der Youth League (Jugendliga) des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC). Tatsächlich trat er dem ANC erst 1944 bei, als die Youth League gegründet wurde. Hier spricht er über die Gründung der Organisation und gibt gleichzeitig offen seine eigenen Schwächen zu: Er erinnert sich, wie aufgeregt und ängstlich er war, als er an politischen Diskussionen und Treffen teilnehmen sollte.

ANC YOUTH LEAGUE

Nelson Mandela ist für seine Liebe zu Kindern und Jugendlichen bekannt und spricht oft davon, wie wichtig sie für die Zukunft eines Landes und der Welt als Ganzes sind. Hier erzählt er von einem Vorfall, der sich kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ereignete, als er auf dem Weg von Kanada nach Irland war. Auf dem kanadischen Flughafen Goose Bay hatte er zwischen den Flügen ein paar Minuten Zeit und beschloss, mit einer Gruppe von jungen Leuten zu sprechen. Es stellte sich heraus, dass sie zur Inuit-Gemeinde, den kanadischen Ureinwohnern, gehörten und Mandela gab offen zu, nichts über ihre Kultur zu wissen.

GOOSE BAY

Wie diese Geschichte zeigt, ist die Ehre für Nelson Mandela sehr wichtig. Auf einer Reise nach London fühlte er sich nicht gut und musste das Treffen mit einer Gruppe von Jugendlichen, die vor seinem Hotel warteten, absagen. Er sah es als seine Pflicht an, ihren Wünschen nachzukommen, zumal er versprochen hatte, ihnen Autogramme zu geben. Die Jugendlichen warteten stundenlang im Regen auf seine Rückkehr von einem Besuch beim britischen Premierminister. Sie wussten, sie konnten sich auf seine ehrenhafte Einstellung verlassen, und bekamen schließlich, was sie wollten.

Autogrammjäger
Mitwirkende: Geschichte

Photographer — Ardon Bar-Hama
Photographer — Matthew Willman
Photographer — Debbie Yazbek
Photographer — Benny Gool
Animation — Umlando WeZithombe
Research & Curation — Nelson Mandela Centre of Memory Staff

Quelle: Alle Medien
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