2008

Architektur - Welterbe trifft Moderne

Ozeaneum, Stiftung Deutsches Meeresmuseum

OZEANEUM Stralsund: Das Hafenpanorama der UNESCO-Welterbestadt erhielt mit dem spektakulären Bauwerk, entworfen von Behnisch Architekten, einen deutlichen, zeitgenössischen Akzent.

Das OZEANEUM
Blick auf die Baustelle des OZEANEUMs: Das Gebäude wurde auf einer zuvor nur teilweise bebauten Fläche auf der Stralsunder Hafeninsel errichtet.

Die Stahlhaut des OZEANEUMs: Die 360 Stahlplatten erscheinen hauchdünn im Vergleich zu den gewaltigen Wänden des sonst massiven Baukörpers, wiegen aber insgesamt 800 Tonnen.
Sich für eine Stahlhülle zu entscheiden, schien durchaus als ein architektonisches Abendteuer mit ungewissem Ausgang, ist doch der Museumsbau mit einem Schiffskörper zu vergleichen. Die Rundungen und freien Formen dem Museumsbau anzupassen gilt als ingenieurtechnische Meisterleistung, denn keine Platte gleicht der anderen und jede passt nur an eine bestimmte Stelle.

Im September 2007 wurde die fünf Meter breite Scheibe des größten Aquariums im OZEANEUM eingebaut. Ingenieure planten zuvor minutiös den Einbau am Modell, denn eine 50 Quadratmeter-Scheibe passt natürlich durch keine Tür.

Mecklenburg-Vorpommern größtes Schaufenster: Per Kran schwebte der 22-Tonnen-Koloss über der Baustelle. Scheiben dieser Größenordnung sind in Europa nicht lieferbar. Die 30 Zentimeter starke Acrylscheibe wurde von der Firma Reynolds Polymer aus Colorado in den USA gefertigt. Per Schiff wurde sie nach Stralsund geliefert.

Die weiße geschwungene Stahlfassade des OZEANEUMs erinnert an den maritimen Standort und fügt sich harmonisch in die Stadtansicht Stralsunds ein.

Das OZEANEUM besteht aus vier amorph geformten Gebäudeteilen, die an von Wasser umspülte Steine erinnern. Sie sind durch ein lichtdurchflutetes Foyer aus Glas miteinander verbunden.

Das Konzept
Der Bau der OZEANEUMs schuf eine Ausstellungsfläche von 8.700 Quadratmetern. Besonders die Ostsee – „Das Meer vor unserer Haustür“ und die riesigen Walmodelle in Originalgröße bilden neben der Darstellung des Weltmeeres konzeptionelle Ankerpunkte. Hinzukommen eine Ausstellung zu aktuellen Themen der deutschen Meeresforschung sowie eine speziell für Kinder konzipierte Ausstellung. Zum Teil riesige Meerwasseraquarien beschreiben eine europaweit einzigartige Reise durch die Unterwasserwelt der nördlichen Meere.

Über eine freitragende Rolltreppe, die mit 34 Metern so lang wie ein Blauwal ist, gelangt man in die Ausstellungen. Der Einbau der Treppe war ein Meilenstein im Bauablauf, denn erst danach konnten die über 1000 Quadratmeter Fläche um das Foyer verglast werden. Oben angelangt eröffnet sich ein einmaliger Blick auf den Strelasund, Rügen und die 2007 eingeweihte neue Rügenbrücke.

Wie fühlt es sich an, mit einem Tauchboot in die Tiefsee zu sinken? Ein runder, abgedunkelter Raum ist der beengten Situation eines Tauchbootes nachempfunden, Monitore dienen als Fenster zur Tiefsee.

Eine der Hauptattraktionen sind die Humboldt-Pinguine auf der Dachterrasse des Museums. Durch große Scheiben können die gefiederten Schwimmer auch unter Wasser beobachtet werden.

Ozeaneum, Stiftung Deutsches Meeresmuseum
Mitwirkende: Geschichte

Ozeaneum, Stiftung Deutsches Meeresmuseum

Quelle: Alle Medien
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