Verteidigung gegen die dunklen Künste

The British Library

Zahlreiche Kulturen in aller Welt wenden Magie zum Schutz gegen böse Mächte an. Amulette sollen ihre Besitzer vor schwarzer Magie schützen und insbesondere den "bösen Blick" abwehren (ein Fluch, der einen durch den Blick eines Hexers trifft). Ebenso wünschenswert ist der Schutz vor vielen anderen dunklen Geschöpfen wie Werwölfen, Kappas und Basilisken.

"'Sie schreiben einen Aufsatz über die Frage, wie man einen Werwolf erkennt und tötet.'"
Professor Snape in Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Professor Lupin
Während Harry Potters drittem Jahr in Hogwarts unterrichtete Remus Lupin dort Verteidigung gegen die dunklen Künste. Was die Schüler nicht wussten: Er war in Wirklichkeit ein Werwolf, dessen Gestalt er bei jedem Vollmond annahm.

Auf Jim Kays Bleistiftzeichnung wird Lupin mit ergrautem Haar und dunklen Augenringen dargestellt. Hinter ihm am Regal hängt ein Poster des Mondes.

Menschenfressende Werwölfe

1508 hielt der Theologe Johann Geiler von Kayserberg eine Predigt über Werwölfe, die in diesem Buch mit dem Titel Die Emeis (Die Ameise) veröffentlicht wurde. Geiler zählte sieben Gründe dafür auf, weshalb Werwölfe angreifen könnten.

Er führte an, sie fräßen mit Vorliebe Kinder, und er brachte die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs mit dem Alter des Werwolfs und dessen Erfahrung mit dem Fressen von Menschenfleisch in Zusammenhang.

Die gerissene Sphinx

The Historie of Four-Footed Beastes (Deutsch: Die Geschichte der vierfüßigen Tiere) von Edward Topsell war das erste größere Buch über Tiere (sowohl echte Tiere als auch Fabelwesen), das in englischer Sprache veröffentlicht wurde.

In diesem Kapitel über die Sphinx beschreibt Topsell ein Tier "von wilder, aber zähmbarer Natur… mit affenhaft struppigem Fell am Körper". Weniger bekannt ist die Fähigkeit der Sphinx, Nahrung in den Backen zu speichern – genau wie bei einem Hamster!

Der Kappa ist ein Fabelwesen, dessen Name aus den japanischen Wörtern für "Fluss" (kawa) und "Kind" (wappa) zusammengesetzt ist. Laut Akamatsu Sōtan hielt man den Fluss Tone für die Heimat des hier abgebildeten Neneko-Kappa. Man sagte den Kappas nach, Menschen ins Wasser zu locken. Der Neneko-Kappa soll Schwimmhäute zwischen den Klauen und schuppenbesetzte Haut gehabt haben. Jedes Jahr wechselte er sein Revier und brachte Chaos mit sich, wohin er auch ging.

"Der Kappa ist ein japanischer Wasserdämon, der in flachen Tümpeln und Flüssen haust. Oft hört man, er sehe aus wie ein Affe mit Fischschuppen statt eines Fells. Auf dem Kopf hat er eine Aushöhlung, in der er Wasser umherträgt." – Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Schlangenzauber
Schon lange werden Schlangen für magische Kreaturen gehalten. Wegen ihrer Fähigkeit, ihre Haut abzuwerfen und neu wachsen zu lassen, werden sie mit Erneuerung, Wiedergeburt und Heilung assoziiert. In vielen Kulturen können Schlangen sowohl das Gute als auch das Schlechte repräsentieren.

Mit diesem schlanken Zauberstab aus dunklem Holz lassen sich Zauberkräfte kanalisieren.

Der Schlangenbeschwörer

Dieses Bild eines Zauberers, der eine Schlange beschwört, stammt aus einem mittelalterlichen Bestiarium. Der Text beschreibt die Emorroris: eine Natter, deren Biss das Opfer bis zum Eintritt des Todes Blut schwitzen ließ.

Sie ließ sich nur einfangen, indem ein Schlangenbeschwörer sie in ihrer Höhle in den Schlaf sang. Dies ermöglichte ihm, den Edelstein zu entfernen, der auf der Stirn der Natter wächst, und sie dadurch ihrer Kräfte zu berauben.

Dieses Buch war ein Auftragswerk des niederländischen Apothekers Albertus Seba. Sein Amsterdamer Wohnort ermöglichte es ihm, am dortigen Hafen Handel zu treiben und Medizin gegen exotische Objekte einzutauschen.

1731 bat er verschiedene Künstler, jedes Stück seiner Sammlung zu zeichnen – so auch diesen Netzpython, die längste Schlange der Welt, die in Südostasien beheimatet ist.

"…erkannte er mit einem Schauder des Entsetzens, dass es eine gigantische, gut vier Meter lange Schlange war."
Harry Potter und der Feuerkelch

Dieser magische Stab wurde aus "Mooreiche" geschnitzt. Dabei handelt es sich um Holz, das jahrhundertelang im Torf überdauert hat. Um ihm größere Kräfte zu verleihen, wurde dieser Stab mit einer Schlange verziert.

Schlangen stehen für die Fähigkeit der Erneuerung und Transformation. Ihre Windungen symbolisieren die Dualität von Licht und Dunkelheit, Heilung und Gift, Schutz und Zerstörung.

"Der Kopf des Basilisken fiel herab, der Körper wälzte sich umher und schlug gegen die Säulen, als er sich Harry zuwandte. Er konnte die riesigen, blutigen Augenhöhlen sehen, das Maul, weit aufgerissen, weit genug, um ihn auf einmal zu verschlingen, versehen mit Zähnen, so lang wie sein Schwert, schimmernd und giftig…"
Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Der Basilisk von Jim Kay

Auf diesem markanten Bild für Die Kammer des Schreckens ist zu sehen, wie sich der riesige Basilisk an Harry Potter vorbeiwindet.

Als wäre er mitten im Schwung in der Luft festgefroren, hält Harry das rubinbesetzte Schwert von Godric Gryffindor mit beiden Händen fest umklammert.

Aus den schrecklichen gelben Augen des Basilisken strömt Blut, nachdem der Phönix Fawkes sie mit seinen Krallen zerkratzt hat.

Eine kurze Geschichte des Basilisken

Mit einem Umfang von nur zwei Seiten wird diese kurze Schrift ihrem Namen gerecht: A Brief Description of the Basilisk (Deutsch: Eine kurze Beschreibung des Basilisken). Sie wurde von James Salgado verfasst, der einen Basilisken ausstellte, den er von einem niederländischen Arzt bekommen hatte.

Salgado beschrieb das Tier als gelb mit einem kronenartigen Kamm und einem Hahnenkörper an einem Schlangenschwanz.

Das Tier, das hier zu sehen ist, hat soeben einen Mann getötet.

Vorsicht, Basilisk

Dieses italienische Manuskript aus dem Jahre 1595 enthält eine einzigartige Reihe von Zeichnungen mythischer Fabelwesen. Hier ist der Basilisk zu sehen, der dafür bekannt ist, allein mit seinem Blick töten zu können. Dem römischen Gelehrten Plinius zufolge konnte man einen Basilisken nur töten, indem man ein Wiesel in seine Höhle warf. Durch dessen Geruch käme der Basilisk zu Tode, allerdings würden beide Kreaturen den Kampf nicht überleben.

Äthiopische Magie

Ein Zauberbuch
Dieses in Ge'ez oder Altäthiopisch verfasste Buch über äthiopische Magie enthält eine Zusammenstellung schützender Amulette, Talismane und Glücksbringer. Es hat wohl einem Exorzisten oder Däbtära gehört, einer hochgebildeten religiösen Persönlichkeit.

Die Bilder dienten wahrscheinlich als Vorlagen für Amulettrollen. Bei Schutzzeichnungen kommt der Abbildung des Auges zur Abwehr des bösen Blicks besondere Bedeutung zu.

Amulettrollen
Überall auf der Welt werden seit tausenden von Jahren Amulette getragen. Auf dieser äthiopischen Rolle finden sich Gebete, mit denen sich Bannflüche umkehren lassen, sowie Schutzzeichnungen, die Krankheiten heilen und Dämonen austreiben sollen. Solche auf Pergament geschriebenen Rollen sind unter der Bezeichnung "yä branna ketab" ("auf Haut geschrieben") bekannt.

Sie werden in Lederhüllen oder silbernen Behältnissen verwahrt und sind dazu gedacht, zu Hause aufgehängt oder um den Hals getragen zu werden.

Mitwirkende: Geschichte
Quelle: Alle Medien
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