Froschfelder in Benin

Frogs & Friends

Jäger und Gejagte. Frösche fressen Insekten und sind selbst ein wichtiges Nahrungsmittel für Menschen in Westafrika. Doch die Übernutzung führt zu schrumpfenden Populationen. Frogs & Friends und das Museum für Naturkunde Berlin haben eine Idee, von der sowohl Menschen als auch Frösche profitieren können: Froschzucht in Reisfeldern.

Schauplatz Westafrika. Die Jagd auf Frösche beginnt deren Existenz zu bedrohen.

Unsere Antwort: Man kann von und mit Fröschen leben, auch ohne sie auszurotten.

Die komplette Reportage über das Projekt Froschfelder mit zahlreichen weiterführenden Inhalten ist auf den Seiten von Frogs & Friends unter: Froschfelder

Reisfelder sind ein ideales Umfeld für Frösche - und auch für Froschjäger. Die geringe Tiefe des Wassers erleichtert die Jagd.

Eine geeignete Methode, um Frösche zu konservieren ist die Trocknung durch die Sonne. In der Regel werden die Tiere ausgenommen und dann auf gut durchlüfteten Untergründen zum Trocknen „aufgebahrt“.

In der Region Malanville im Norden Benins werden jedes Jahr im Frühjahr hundertausende Frösche gefangen, die meisten davon für den Export nach Nigeria.

Zweite Methode der Konservierung: Räucher-Frosch


Der Ruf der Frösche bringt den Regen, glauben die Reisbauern von Malanville. Was aber halten sie von der Idee, in ihren Feldern Frösche zu züchten?

Um dies herauszufinden, fuhren wir in den nördlichsten Zipfel von Benin, nach Malanville, im Dreiländereck von Benin, Niger und Nigeria. Die Reaktion der örtlichen Reisbauern war für uns die wohl größte Überraschung unserer Reise.

Wenn Sie die gesamte Geschichte unserer Exkursion nach Benin erleben wollen, Sie finden sie auf den Seiten von Frogs & Friends: Web-Reportage Froschfelder

Töpflein, Töpflein auf dem Herd - die beliebesten Speisefrösche im Großraum Benin
Hoplobatrachus occipitalis, der afrikanische Tigerfrosch. Der größte und mit Abstand beliebteste Speisefrosch der Region wird überall gejagt, gehandelt und gegessen.

Amietophrnyus masculatus, die Gefleckte Kröte
Kröten sind giftig, so auch die ca. 10 cm große Gefleckte Kröte und ihre Verwandten derselben Gattung. Trotzdem werden sie in einigen Regionen Burkina Fasos sehr gerne gegessen. Alles eine Frage der fachgerechten Zubereitung. Neben der Verwendung in der Küche werden Kröten in der Region auch bei der Heilung diverser Krankheiten eingesetzt.

Krallenfrösche der Gattung Xenopus leben aquatisch und gehören nicht zu den Schönheiten der Froschwelt. Die Gründe dafür, warum er vornehmlich in Nigeria gegessen wird, obwohl er überall in den Gewässern häufig anzutreffen ist, dürften jedoch andere sein.

Zu Weltruhm kam der Krallenfrosch allerdings durch seine Tätigkeit als "Apothekerfrosch" . Mit seiner Hilfe lassen sich Schwangerschaften zuverlässig feststellen. Diese und weitere Geschichten finden Sie bei Frogs & Friends

Auch Frösche werden krank. Hautabstriche geben schnell Auskunft über ihren Gesundheitszustand. Eine Visite unter Feldbedingungen mit Mark-Oliver Rödel vom Museum für Naturkunde Berlin.

Frösche machen gesund
Frösche ernähren sich fast ausschließlich von tierischem Protein - in erster Linie Insekten. Ein ausgewachsener Tigerfrosch verspeist in etwa ein Zehntel seines eigenen Körpergewichts pro Tag. Gleichzeitig stellt Malaria nach wie vor eine der größte volkswirtschaftlichen Bedrohungen in Westafrika dar. Eine gesunde Amphibien-Fauna könnte auch im Hinblick auf die menschliche Gesundheit eine heilsame Rolle spielen.

Vorbild Fischfarm - Massentierhaltung versus Bio-Produktion oder wie hoch ist der ökologische Preis wirtschaftlicher Tierzucht? Frogs and Friends auf Recherchetour bei Benins Fischzüchtern.

Frogs and Friends on Tour. Eindrücke einer Recherchereise
Take 1: Wie fängt man einen Tigerfrosch? Am einfachsten, wenn er sich im Filter eines Swimmingpools versteckt. Mark-Oliver Rödel und Gilles Nago bei der Arbeit.

Unbekanntes Flugobjekt - Die Reisbauern in Malanville wundern sich über unsere Kameradrohne, die Übersichtsbilder von den Reisfeldern macht.

Der Rektor der Universität Abomey-Calavi, Brice Sinsin, im Gespräch mit Kameramann Leendert de Jong über Drohnentechnik. Seine Idee: Einsatz von Drohnen, um Wilderercamps in den Wäldern aufzuspüren.

Es geht nicht immer um Frösche. Mark-Oliver Rödel hilft bei der Bestimmung einer einheimischen Schildkröte.

Auch Frösche brauchen Vitamin B

Eine gute Idee allein macht noch kein Projekt, auf gute Partner kommt es an. Entstanden ist die Idee gemeinsam mit dem Museum für Naturkunde Berlin und dem Robert Koch-Institut Berlin. In Benin wurden wir fündig an der Universität Abomey-Calavi in Cotonou.

Die Basis ist geschaffen. Doch um das Projekt erfolgreich umzusetzen, braucht es viele Unterstützer - für eine nachhaltige Ko-Existenz von Mensch und Tier. Spenden

Frogs & Friends
Mitwirkende: Geschichte

Eine Ausstellung von Frogs & Friends
Kuratoren: Björn Encke & Annette Kinitz

Videomaterial aus der Frogs & Friends-Reportage: Froschfelder
Buch und Regie: Björn Encke
Kamera: Leendert de Jong
Schnitt: Ed van Megen
Produktion: Filmtank

Fotos: Mareike Hirschfeld (Froschfänger & Froschmark), Mark-Oliver Rödel (Frösche Westafrikas), Björn Encke ("Making of" Recherchereise)

Gefördert durch die Interactive Media Foundation gGmbh (IMF)

Quelle: Alle Medien
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