Berliner Philharmoniker in den Medien

Berliner Philharmoniker

Von der Schellackplatte zur Digital Concert Hall

Die Anfänge
Die Berliner Philharmoniker sind ein Medienorchester – und das von Anfang an. Es begann in der Ära Arthur Nikisch, in der die Technik der Schallplattenaufnahme aufkam. Die Philharmoniker verstanden es gleich, dieses neue Medium für sich zu nutzen und wurden als Schallplattenorchester tätig. In den 1920er-Jahren wächst die Aufnahmetätigkeit des Orchesters beträchtlich; viele große Dirigenten der Zeit gehen mit den Philharmonikern ins Schallplattenstudio. Produziert wurden Schellackplatten, Scheiben von 30 cm Durchmesser, mit nur rund 4 Minuten Spielzeit pro Seite.

Das Berliner Philharmonische Orchester bei der ersten Schallplattenaufnahme: Ausschnitte aus Wagners »Parsifal« unter Leitung von Alfred Hertz. Aufgenommen wurde vor einem Grammophon-Trichter, vor dem sich die Musiker drängelten, die leisen Instrumente vorn, die lauten hinten. Um klare Klangkonturen zu bekommen, mussten die Stücke vor der Aufnahme in Instrumentierung und Besetzung bearbeitet werden.

Unter Arthur Nikisch erfolgt die erste Einspielung einer kompletten Symphonie mit Beethovens Symphonie Nr. 5 in c-Moll op. 67.

Unter Sir Thomas Beecham erfolgte im November 1937 und Februar/März 1938 im Beethovensaal in der Köthener Straße in Berlin die erste Gesamteinspielung von Mozarts Oper »Die Zauberflöte«, die auf damals 37 Seiten von 78er Schallplatten verteilt werden musste.

Der Dokumentarfilm »Botschafter der Musik - Wilhelm Furtwängler und die Berliner Philharmoniker« entstand 1951 unter dem Arbeitstitel »Klingendes Herz« nach einer Idee von Wolfgang Brüning unter der Regie von Hermann Stöß. Besonders interessant ist der Film durch die Aufnahmen der Philharmoniker unter Sergiu Celibidache, Wilhelm Furtwängler, Richard Strauss und Bruno Walter. Das Foto zeigt Regisseur Hermann Stöss (links) und Sergiu Celibidache (rechts) bei den Dreharbeiten zu dem Film.

Ein Orchester als Medienstar
An allen technischen Neuerungen hatten die Philharmoniker ihren Anteil – z.B. an der Ablösung der mechanischen durch die elektrische Aufnahme, an Konzertübertragungen durch den Rundfunk, an der Einführung der Langspielplatte... Vor allem unter Herbert von Karajan wurden die Philharmoniker mediale Global Player.

Herbert von Karajan war ein Technik-Fanatiker, den nicht nur die Möglichkeiten der akustischen sondern auch der visuellen Aufzeichnung interessierten. Die Aufnahme von Tschaikowskys Sechster Symphonie drehten Karajan und sein Chefkameramann Ernst Wild 1973 in Berlin. Sie markiert damit das Ende eines Jahrzehnts, in dem der Dirigent in Zusammenarbeit mit einer Reihe renommierter Avantgarde-Regisseure die filmische Präsentation von Orchestermusik geradezu revolutioniert hatte.

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Herbert von Karajan in der Digital Concert Hall

Aufbruch ins Digitale Zeitalter: Karajan und Sony-Chef Akio Morita stellen in Salzburg die Compact Disc (CD) vor, auf der analoge Tonsignale mittels digitaler Rechenprozesse aufgezeichnet sind.

»Karajan Symphony Edition« mit den Berliner Philharmonikern

Digital Concert Hall – Aufbruch ins 21. Jahrhundert
Die Internetplatform Digital Concert Hall ist das virtuelle Konzerthaus der Berliner Philharmoniker. Sie bietet jede Saison über 40 Live-Übertragungen als Video-Stream für Tablet, Smartphone, SmartTV oder PC an – mit einer Videoqualität in High Definition und exzellentem Ton. Auf diese Weise dokumentiert die Digital Concert Hall nahezu lückenlos die künstlerische Arbeit der Berliner Philharmoniker und ihrer musikalischen Partner - vom Chefdirigenten Sir Simon Rattle bis hin zum namhaften Gastdirigenten und Solisten. Und nicht nur das: Das Archiv der Digital Concert Hall  enthält hunderte Konzertmitschnitte, historische Konzerte mit Herbert von Karajan und Claudio Abbado, kostenlose Interviews mit Dirigenten und Solisten, umfangreiche Dokumentationen, darunter »Rhythm is it!« und »Trip to Asia« sowie kostenlose Kinderkonzerte für die ganze Familie

Gustavo Dudamel gab im Juni 2008 sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern. Rund ein halbes Jahr später öffnete die Digital Concert Hall ihre virtuellen Pforten. Und sämtliche Auftritte des Venezolaners bei dem Orchester sind seither dort dokumentiert. Hier dirigiert er Gustav Mahlers Symphonie Nr. 3.

Konzerte in der Digital Concert Hall

Selten hat eine Dokumentation über klassische Musik soviel Resonanz und so viele Auszeichnungen erhalten wie der weltweit gezeigte Kinofilm »Rhythm Is It!«. Im Archiv der Digital Konzert Hall gibt es weitere Filme und Dokumentationen rund um das Orchester.

Filme in der Digital Concert Hall

Seit 1991 erinnern die Berliner Philharmoniker mit ihrem alljährlichen Europakonzert am 1. Mai an die Gründung des Berliner Philharmonischen Orchesters am 1. Mai 1882. Das Konzert findet jeweils an einem kulturgeschichtlich signifikanten Platz in Europa statt und wird weltweit von Rundfunk- und Fernsehanstalten übertragen. Das erste Europakonzert unter der Leitung von Claudio Abbado fand in Prag statt. Die Digital Concert Hall bietet eine Auswahl dieser Konzerte.

Europakonzerte in der Digital Concert Hall

Neben den vielen, oft spektakulären Aufführungsorten bestechen diese Mitschnitte durch hochkarätige Besetzungen. Im Zentrum stehen neben den Berliner Philharmonikern selbstverständlich die Chefdirigenten Claudio Abbado und Sir Simon Rattle, aber auch viele enge Freunde des Orchesters wie Daniel Barenboim, Mariss Jansons und Gustavo Dudamel sind hier zu erleben.

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Die Silvesterkonzert mit prominenten Stars sind ein Highlight der Konzertsaison – und der Digital Concet Hall.

Silvesterkonzertein der Digital Concert Hall


Den Abschluss ihrer Konzertsaison gestalten die Berliner Philharmoniker alljährlich bunt und ausgelassen mit einem Open-Air-Konzert in der regelmäßig ausverkauften Waldbühne. 2015 stand das Konzert im Zeichen von Filmmusik.

Waldbühnenkonzerte in der Digital Concert Hall

Drei Mal pro Saison können Sie die Berliner Philharmoniker in einem Kino in Ihrer Nähe erleben: Für die Übertragung der Konzerte wird die Technologie der Digital Concert Hall genutzt, über die pro Spielzeit rund 40 Konzerte aus der Philharmonie live in HD-Qualität verfolgt werden können.


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Historischer Rückblick: Im Archiv der Digital Concert Hall gibt es eine Reihe historischer Konzerte wie den legendären Beethoven-Zyklus unter Leitung von Claudio Abbado in Rom.

Beethoven-Zyklus in der Digital Concert Hall

Berliner Philharmoniker Recordings: unter diesem Label veröffentlichen die Berliner Philharmoniker seit 2015 ausgewählte Interpretationen. Damit verantwortet das Orchester erstmals die technische und editorische Präsentation seiner Aufnahmen. Den Auftakt bildet eines der wichtigsten musikalischen Projekte der letzten Jahre: sämtliche Symphonien von Robert Schumann, dirigiert von Chefdirigent Sir Simon Rattle.


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Multimedial der Schumann-Zyklus 2013 – auf CD, Blu-ray, LP, zum Download und in der Digital Concert Hall.

Schumann-Zyklus in der Digital Concert Hall

Mitwirkende: Geschichte

Stiftung Berliner Philharmoniker

Quelle: Alle Medien
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