Legendäre DG-Künstler

Deutsche Grammophon

Eine Familie aus den besten Musikern der Welt

Claudio Abbado
Unglaubliche Präzision bei den musikalischen Details, Klarheit des formalen Aufbaus und polyphone Transparenz waren die wichtigsten Merkmale von Claudio Abbados Orchesterleitung. Seine erste Aufnahme für Deutsche Grammophon machte er 1967: Maßstäbe setzende Interpretationen von Ravels Klavierkonzert in G-Dur und Prokofjews Klavierkonzert Nr. 3 mit Martha Argerich. Zu seinen vielen Aufnahmen während der folgenden Jahrzehnte gehören das gesamte symphonische Schaffen von Beethoven, Brahms, Mahler, Mendelssohn, Ravel und Schubert sowie über ein Dutzend Gesamteinspielungen von Opern.
Gustavo Gimeno, Abbados letzter Assistent, erzählt, dass sich der Maestro zuletzt immer mehr sträubte, kleinteilig den Takt zu schlagen: »Er dirigierte mit großen, ruhigen Gesten und spannte enorme Bögen, um eine Form zu erschaffen, innerhalb derer sich der musikalische Diskurs entfalten sollte. Langsam, aber fließend.«

Claudio Abbado dirigiert Schumann

Amadeus Quartet
Im Laufe einer bemerkenswerten 40-jährigen Karriere erreichte das Amadeus Quartet einen legendären Status. Das Ensemble begeisterte die Hörer mit tiefgründigen Interpretationen des österreichisch-deutschen Kernrepertoires für Streichquartett und schuf ein Vermächtnis von Aufnahmen, an dem alle anderen immer noch gemessen werden.

Die Besetzung des Amadeus Quartet, dessen Mitglieder sich selbst als die »Wolf-Gang« bezeichneten, blieb während seiner gesamten Geschichte unverändert.

Mozart: Ein musikalischer Spass, K.522 - 2. Menuetto (Maestoso)
Das Amadeus Quartet machte 1951 seine ersten DG-Aufnahmen. Nachdem es bereits Brahms, Haydn, Mozart und Schubert eingespielt hatte, machte es 1959 eine Stereo-Gesamtaufnahme der Beethoven-Quartette. Das Ensemble löste sich 1987 nach dem Tod des Bratschisten Peter Schidlof auf.
Martha Argerich
Wie Horowitz, Cziffra, Miles Davis oder Jimi Hendrix gehört Martha Argerich zu jenen Interpreten, die eine wundervoll natürliche Beziehung zu ihrem Instrument haben. Wenn sie Klavier spielt, bleibt es nicht einfach ein Klavier: Es wird zur Geige, Harfe, Klarinette oder zum ganzen Orchester auf einmal. 1960 schloss DG einen Exklusivvertrag mit Martha Argerich, wie auch mit vielen anderen führenden Pianisten in den folgenden Jahrzehnten.

Im Alter von 14 Jahren verließ Argerich Argentinien und ging nach Wien, um bei Friedrich Gulda zu studieren, der in ihr »die vollendete Künstlerin« sah.

Gidon Kremer, Martha Argerich: Beethoven - Sonata For Violin And Piano No.7 In C Minor, Op.30 No.2 - 1. Allegro con brio
Martha Argerich ist weit mehr als nur eine hervorragende Pianistin, sie ist ein Phänomen. Als heute wohl berühmteste Pianistin der Welt hat sie bereits zu Lebzeiten legendären Status erlangt. Dabei sind es vor allem jene Aufnahmen, die sie in den 1960er und 1970er Jahren für die Deutsche Grammophon machte, die ihr außergewöhnliches Klavierspiel lebendig halten.

Argerich und Abbado bei einer Aufnahme von zwei Klavierkonzerten von Mozart

Daniel Barenboim
Kein anderer heutiger Musiker verfügt über augenscheinlich so unerschöpfliche Ressourcen wie Daniel Barenboim. Als Pianist und Dirigent sieht er die Musik aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und beherrscht zudem ein riesiges Repertoire, das Orchestermusik und Opern einschließt und von Bach bis Boulez reicht.

Daniel Barenboims langjährige Beziehung zu Deutsche Grammophon begann 1972.

Orchestre de Paris, Daniel Barenboim: Claude Debussy -Nocturnes, L. 91 orchestral version 2. Fêtes

Barenboim ist Chefdirigent der Staatskapelle Berlin. Unter seiner Führung hat sich die Staatskapelle durch ganze Bibliotheken von Partituren gearbeitet und dabei einen einzigartigen Ruf unter den deutschen Orchestern erlangt.

Barenboim über Debussy

Dietrich Fischer-Dieskau
Dietrich Fischer-Dieskau gab sein Bühnendebüt 1948 als Posa in Verdis »Don Carlos« an der damaligen Städtischen Oper Berlin. 1949 machte er seine ersten Aufnahmen für Deutsche Grammophon.

Seit Beginn seiner Laufbahn war der junge Bariton nicht nur als Liedsänger bekannt, sondern auch auf der Opernbühne zu erleben, wo er im Laufe der Jahre immer mehr Selbstvertrauen und Sicherheit als Darsteller gewann.

Dietrich Fischer-Dieskau, Wiener Philharmoniker, Leonard Bernstein: Mahler -Das Lied von der - 4. Von der Schönheit
Seine Opernkarriere entwickelte sich sehr rasch, und 1954 trat er als Wolfram in »Tannhäuser« erstmals in Bayreuth auf. Als er 1960 in München Mandryka in Richard Strauss’ »Arabella« sang, war Fischer-Dieskau bereits international berühmt. Zu seinen anderen besonders erfolgreichen Rollen gehörten Kurwenal, Wotan, Jochanaan, Barak und Graf Almaviva.
Wilhelm Kempff
Der Pianist und Komponist Wilhelm Kempff wurde am 25. November 1895 geboren, also noch zu Lebzeiten von Brahms. 1920 machte er seine erste von vielen Aufnahmen für Deutsche Grammophon (Miniaturen von Beethoven).

Yehudi Menuhin pries Kempff für seine »unübertreffliche Verbindung des Natürlichen und Spontanen mit dem absoluten Respekt vor der Intention des Komponisten«. Er sah in ihm auch »den nobelsten Vertreter der deutschen Tradition«, einen Pianisten, »der einem Zeitalter verpflichtet blieb, in dem die Uhr und das Metronom noch nicht den organischen Rhythmus der Musik verdrängt hatten, und der in seiner Selbstdisziplin zugleich unserer eigenen Zeit treu war«.

Wilhelm Kempff: Beethoven -Piano Sonata No. 23 in F Minor, Op. 57 "Appassionata" - 2. Andante con moto
An Beifall, Bewunderung, ja Verehrung hat es Wilhelm Kempff während seines langen Lebens nie gefehlt. Dass er eine der wenigen wirklich singulären Pianistenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts war, gehört zu den kulturkritischen Bewertungen, die mit zunehmendem zeitlichem Abstand eine stetig wachsende Anhängerschaft finden. Die vielen, in einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren entstandenen und künstlerisch unverändert aktuellen Schallplatten-Interpretationen Kempffs tun ihr Übriges dazu.
Maurizio Pollini
Maurizio Pollini wurde am 5. Januar 1942 in Mailand geboren, erhielt im Alter von sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht und gab vier Jahre später sein erstes öffentliches Konzert. Als Teenager erregte Pollini mit einem Recital in Mailand Aufsehen, bei dem er sämtliche Chopin-Etüden spielte. 1960 sprach ihm die Jury des Internationalen Chopin-Wettbewerbs in Warschau den ersten Preis zu. Arthur Rubinstein, der der Jury vorstand, erklärte, »dieser Knabe spielt technisch besser als jeder von uns Juroren«.

Sein Name war Garant für höchsten technischen Standard und Beständigkeit, für kompromisslose Programme, ein vielfältiges Repertoire und eine große Entschlossenheit, Kunst und Können ganz und gar in den Dienst des jeweiligen Komponisten zu stellen.

Musiker von diesem Schlag, deren Darbietungen von größter Erkenntnis, Individualität und Leidenschaft zeugen, bilden den Lebensnerv der Deutschen Grammophon. Wer weiß, welche Künstler und welche Werke die Musikliebhaber der Zukunft begeistern werden ...

Mitwirkende: Geschichte

Text by:
Gregor Willmes
Jeremy Siepmann
Ingo Harden
Translation:
Bettina Wohlert
Stewart Spencer

Quelle: Alle Medien
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