2000 bis 2017

Techniken und Verfahren in der SEWA-Community

SEWA Hansiba Museum

Dies ist die Geschichte mehrerer nach Arbeit und Wasser suchender Frauen aus dem ländlichen Gujarat in Westindien, die sich zusammenschlossen, Handwerksgenossenschaften gründeten und ein Museum aufbauten.

Die Kunsthandwerkerinnen von SEWA
Ungelernt und ungeschickt? Ganz im Gegenteil: SEWA stellte fest, dass Frauen aus dem ländlichen Gujarat im traditionellen Handwerk hochqualifiziert sind. Ständig nähten, bestickten und schufen sie für die Mitgift ihrer Töchter textile Kunstwerke. Um zu überleben, waren sie in schwierigen Zeiten jedoch gezwungen, ihre wertvollen Stickarbeiten für einen viel zu geringen Preis an Händler zu verkaufen. Würden sich diese Frauen zusammenschließen, könnten sie für sich selbst Arbeitsplätze schaffen. Mit der Gründung einer Produktionsgemeinschaft könnten sie ihre Ressourcen bündeln und ihre Fähigkeiten im traditionellen Handwerk für die Herstellung von Produkten nutzen. SEWA würde die Produktionsgemeinschaften dann dabei unterstützen, Märkte für die Produkte zu finden.
Die Baumwollernte
Auf dem dunklen Boden Gujarats gedeiht eine der weltweit ältesten Baumwollarten. Baumwolltextilien aus Gujarat waren berühmt für ihre Schönheit und wurden jahrhundertelang auf der ganzen Welt gehandelt.

Nach der Baumwollernte auf dem Feld werden die Pflanzen vom Weber und seiner Familie abgeschlegelt.

Hier zeigt Vejl-ben von der Chaudhary Patel-Gemeinschaft, wie Baumwolle gesponnen wird.

Kunsthandwerkerinnen übergeben das Garn den Webern im Dorf, die daraus Stoffe weben. Dieses von der Kunsthandwerkerin gesponnene Baumwollgarn wird dem Weber im Dorf übergeben, der daraus Stoffe webt. Die Frauen sind also für die Kleidung der gesamten Familie verantwortlich. Die Anzahl der Baumwollpflanzen auf den Feldern war zu Beginn ausreichend, um für die Kleidung der ganzen Familie Garn zu spinnen. Die Qualität der gewebten Stoffe ist abhängig von den verschiedenen Anforderungen an sie. Bei Männerkleidung bezieht sich "Faliyu" auf Kleidung für den mittleren Körperbereich und "Chornu" auf solche für den unteren Körperbereich.

Das Zusammenbinden weißer Stoffe, die dann eingefärbt werden, wird als "Bandhani"-Technik bezeichnet. Sie sind beliebt bei Frauen, die z. B. die "Odhni", die traditionelle Dupatta bzw. eine Stola, tragen. Im Allgemeinen tragen Frauen aller Gemeinschaften in der Region "Odhnis".

Der Stoff wird an verschiedenen Stellen fest mit Fäden zusammengebunden. Dort, wo sich Knoten befinden, verteilt sich die Farbe nicht, sodass im gefärbten Stoff wunderschöne runde Muster entstehen.

Die beim Färben verwendeten Kräuter und natürlichen Mineralien im Uhrzeigersinn: Brennpalme, Tamarindenkernpulver, Alaunpulver, angerostetes Eisenpulver, grünes Vitriol, Myrobalan, gemahlene Dhavadi-Blüten, Tamarinde, Granatapfelschale und in der Mitte die Schale der Gerber-Akazie. Natürliche Farbstoffe sind wohltuend für den Körper, in der Region erhältlich und langanhaltend.

Auf Basis der einzufärbenden Stoffmenge werden die Zutaten zu bestimmten Teilen zusammen in Wasser gekocht.

Das Einfärben ist neben dem Zusammenbinden ein sehr wichtiger Teil des Zyklus, zu dem auch das Herstellen von Stoffen – gewebt von Vankaren – zum Besticken gehört. Zum Färben wurde auch die Reservetechnik verwendet, um Kleidung für verschiedene Anlässe herzustellen.


Hier führen Kunsthandwerkerinnen die Färbearbeiten in einer Gruppe in ihrem Hof durch.

Nach dem Zusammenbinden und Färben werden die gefärbten Stoffe mindestens einen Tag lang in der Sonne getrocknet.

Vor dem Besticken zeichnen die Frauen die Motive mit Ton vor. Dieser Vorgang wird als "Arekhani" bezeichnet. Jede Frau wählt die Motive aus, die ihre Hoffnungen und Ziele am besten ausdrücken, und verändert sie nach Belieben.

Außerdem schneiden die Frauen kleine Spiegel zurecht, die dann auf die Stoffe gestickt werden. Mit einem Dachziegel schneiden die Frauen Katzensilber oder Glas in bestimmte Formen.

Verschiedene Formen werden hergestellt, mit denen dann die Stoffe verziert werden.

Verschiedene Spiegelformen und ihre Verwendung auf Stoffen. Ahir-Frau, die anlässlich des Hindu-Festes Janmaashtami zum Gedenken an die Geburt Krishnas ein wunderschönes Ensemble aus "Kamkho" (Bluse) und "Ghagharo" (Rock) trägt.

Die traditionellen Spiegelarbeiten an Wänden sind häufig in den Häusern der Rabari-Gemeinschaft in Gujarat zu finden. Dabei haben die Muster der Spiegel starke Ähnlichkeit mit den Motiven auf der Kleidung der Frauen im Dorf. Der einzige Hauptunterschied besteht darin, dass die Wände immer weiß sind, während sich die Kleidungsstücke durch eine große Farbenvielfalt auszeichnen.


Solche Spiegelverzierungen für Wände sind auch auf Aufbewahrungsbehältnissen beliebt, die sehr häufig im Haushalt von Rabari-Frauen zu finden sind. Im Mittleren werden Lebensmittel für den täglichen Bedarf aufbewahrt, z. B. Milch, Quark und Brot, während die seitlichen Behälter für trockene Lebensmittel ("Kothi") gedacht sind. Ebenfalls auf der Abbildung zu sehen ist ein kleiner Teil des Schlafzimmers des Hauses. Wir sehen auch kleine Lichtflecken auf dem Boden. Diese fallen durch die Lücken im Dach, das einfach aus über Kreuz geflochtenem bambusähnlichem Material besteht.

Traditionen und ausgefeiltere Techniken
Ein junges SEWA-Mitglied schneidet ein Stoffmuster für eine Applikation zurecht

Diese Decke mit Applikationen dient als Tagesdecke für Betten, wenn Gäste zu Besuch sind.

Die Verfahren und Techniken werden immer ausgefeilter und die Frauen bei SEWA können so ihr vorhandenes althergebrachtes Wissen erweitern.


Das Erbe wird fortgeführt und die technischen Bedürfnisse für die Stadt können ebenfalls regelmäßig befriedigt werden.

Hansiba Museum, SEWA
Mitwirkende: Geschichte

Reema Nanavaty
Neeta Trivedi
Tejas Raval
Parul Sagarwala
Savitaben Patel

Quelle: Alle Medien
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