Frühlingslandschaft (1862) von Charles-François DaubignyAlte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
Charles-François Daubigny (1817–1878) erntete in seinem Leben viel Lob, aber auch harsche Kritik. Ein Kritiker beschrieb seine Werke als „bloße Skizzen“. Ein anderer fragte spitz: „Fürchtet Monsieur Daubigny, sein Werk zu ruinieren, indem er es zu Ende malt?“
Heute kennt man Daubigny kaum. Die Namen Monet, Picasso, Cézanne und Renoir hingegen sind bekannt. Und das wiederum hat vermutlich viel mit Daubigny zu tun.
Nicht nur weil er mit seinem vor-impressionistischen Stil ihre Arbeiten beeinflusste. Er machte sich auch für sie stark. Er schob die Werke der jungen Künstler ins Rampenlicht und verteidigte sie gegen den Protest einiger Ewig-Gestriger.
Haters gonna hate, right? Wer wusste das besser als Daubigny?
Die Kommentare seiner eigenen Kritiker konnte Daubigny übrigens gut ausblenden:
Auf einem Boot fuhr er ihnen einfach davon, bereiste die Flüsse Frankreichs, lebte und arbeitete auf dem Wasser und widmete sich ganz der Schönheit der Natur.
Das Malen vom Boot aus soll später Monet von ihm übernommen haben. Und van Gogh bewunderte ihn so sehr, dass er Daubignys Garten in drei Gemälden festhielt.
Reihe #HistoryOfUs
Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
www.smb.museum
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