Die Schatzkammer des Wissens

Von "Deutsches Museum"

Deutsches Museum

Die Bibliothek des Deutschen Museums ist mit rund 950 000 Bänden die größte Museumsbibliothek Deutschlands und gehört zu den größten naturwissenschaftlich-technischen Bibliotheken im deutschen Kulturraum. Wichtige Meilensteine aus der Naturwissenschaft finden sich hier – wie die wegweisenden Bücher von Kopernikus, Darwin oder Galileo, aber genauso Bücher zur Technikgeschichte und zur Architektur.

Rara-Lesesaal (2011) von Deutsches MuseumDeutsches Museum

Auch Zeitschriften werden hier gesammelt – die „Annalen der Physik“ beispielsweise seit 1799, sodass sie 20 Regalmeter füllt. In einem einzigartigen Raum sind die 16 000 seltensten Bücher der Bibliothek des Museums versammelt, die sogenannten Libri Rari. Das älteste Buch stammt von 1482, das kostbarste ist mehr als eine halbe Million Euro wert.

Bau des Biblliotheksgebäudes von Deutsches MuseumDeutsches Museum

Im Jahr 1932 wurde die Bibliothek eröffnet – der Museumsgründer Oskar von Miller wollte einen Ort schaffen, der nicht nur das Schauen und Experimentieren, sondern auch das Lesen und Lernen befördert. Viele Erfindungen und Entdeckungen sind in den Büchern dokumentiert – und dieser Schatz des Wissens macht viele weitere Erfindungen und Entdeckungen möglich.

Eingang zum Bibliotheksgebäude von Deutsches MuseumDeutsches Museum

Das Google-Books-Projekt

Die Bibliothek des Deutschen Museums ist eine Schatzkammer des Wissens. Der Anspruch des Museums ist heute: Auch Menschen, die nicht persönlich nach München kommen können, sollen diesen riesigen Wissensspeicher nutzen können – auf der ganzen Erde und rund um die Uhr. Daher werden gemeinsam mit Google derzeit rund 50 000 Bücher, also fünf Prozent des Bestandes, digitalisiert. Sie werden bei Google Books und auf der Website des Deutschen Museums Digital zu sehen und zu lesen sein. „Fünf Prozent hört sich nicht viel an, aber für uns ist das ein Riesenschritt“, sagt Helmut Hilz, Leiter der Bibliothek. „Ohne die Hilfe von Google würden wir das nie schaffen.“

Hamburg Solar Eclipse Expedition 1905 (1912) von Richard SchorrDeutsches Museum

Da die Digitalisierung nur mit komplett urheberrechtsfreien Büchern möglich ist, startet das Projekt mit vor 1878 erschienen Büchern. Erschwert wird die Digitalisierung auch durch viele sogenannte „Foldouts“ – ausklappbare Seiten mit Karten, großen Abbildungen oder technischen Zeichnungen. Diese müssen mit aufwendigen Einzelaufnahmen gescannt und später elektronisch zusammengesetzt werden.
Google Books
Deutsches Museum Digital

Google Indoor

Mit Google Indoor kann man sich in den Räumen der Bibliothek des Deutschen Museums umschauen.

Auszug aus "Astronomicum Caesareum" von Petrus ApianDeutsches Museum

Bücher der Bibliothek des Deutschen Museums

Goethe`s Farbenlehre mit Erklärungen von Johann Wolfgang von GoetheDeutsches Museum

Auszug aus Goethe's Farbenlehre von Johann Wolfgang von GoetheDeutsches Museum

Hier, bei seinem Ausflug in die Naturwissenschaften, irrte der Dichterfürst: Er versuchte mit der Farbenlehre Isaac Newton zu widerlegen und scheiterte. Aber die Illustrationen sind sehr schön.
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Atlas Portatilis Coelestis von Johann Leonhard RostDeutsches Museum

Auszug aus "Atlas Portatilis Coelestis" von Johann Leonhard RostDeutsches Museum

Rost (1688 - 1727) schrieb Romane, war aber auch als Astronom tätig – er erforschte Sonnenflecken und beschäftigte sich mit dem Kalender. In seinem Buch zur Astronomie spielen auch die Tierkreiszeichen eine Rolle.

Früchte aus dem Morgenlande oder Reise-Erlebnisse von Johann Martin HonigbergerDeutsches Museum

Auszug aus: "Früchte aus dem Morgenlande oder Reise-Erlebnisse" von Johann Martin HonigbergerDeutsches Museum

Der Arzt und Apotheker (1795 – 1869) machte sich auch einen Namen als Orientforscher. Er reiste bis nach Indien und wird dort bis heute als „Vater der Homöopathie“ gewürdigt. Er kämpfte gegen Pest und Cholera und gründete unter anderem in Lahore in Pakistan (Abbildung) ein Armenkrankenhaus.
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Martin Frobenius Ledermüllers, Hochfürstlich-Brandenburg-Culmbachischen Justiz-Raths [et]c. abgenöthigte Vertheidigung; als ein Anhang seiner Mikroskopischen Gemüths- und Augen-Ergötzung: Wider einige von dem vornehmen Herrn Verfasser des Neuesten aus dem Reiche der Pflanzen, und der Geschichte der Stubenfliege, in diesen beeden Schriften geäuserte Zweifel und Vorwürfe Nebst einer Beylage des Verlegers Adam Wolfgang Winterschmidts, welche die Abbildung einer, mit vielen sehr kleinen Insekten geplagten, ganzen und vergrößerten Stubenfliege, enthält. Mit Kupfern von Martin Frobenius LedermüllerDeutsches Museum

Auszug aus: Martin Frobenius Ledermüllers, Hochfürstlich-Brandenburg-Culmbachischen Justiz-Raths [et]c. abgenöthigte Vertheidigung; als ein Anhang seiner Mikroskopischen Gemüths- und Augen-Ergötzung: Wider einige von dem vornehmen Herrn Verfasser des Neuesten aus dem Reiche der Pflanzen, und der Geschichte der Stubenfliege, in diesen beeden Schriften geäuserte Zweifel und Vorwürfe Nebst einer Beylage des Verlegers Adam Wolfgang Winterschmidts, welche die Abbildung einer, mit vielen sehr kleinen Insekten geplagten, ganzen und vergrößerten Stubenfliege, enthält. Mit KupfernDeutsches Museum

Neben einem wunderbaren Buchtitel besticht dieses Buch des Nürnberger Naturforschers (1719 – 1769) durch ebenso wunderbare handkolorierte Kupferstiche, die auf der Basis von mikroskopischen Beobachtungen entstanden sind – hier sieht man die besagte Stubenfliege.

"Höchst-nützlicher Tractat von der Mahlerey" von Leonardo da VinciDeutsches Museum

Auszug aus "Höchst-nützlicher Tractat von der Mahlerey" von Leonardo Da VinciDeutsches Museum

Der berühmte Maler setzt sich in diesem Buch mit den grundsätzlichen und technischen Problemen seine Kunst auseinander, aber auch mit wissenschaftstheoretischen Fragen.
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Theatrum Machinarum - Erster Theil ... von Heinrich ZeisingDeutsches Museum

Auszug von "Theatrum Machinarum" von Heinrich ZeisingDeutsches Museum

Sein Geburtsjahr ist unklar, aber er hat mit dem „Theatrum Machinarum“ ein wunderbares Buch hinterlassen – er starb 1613, ohne sein Werk gesehen zu haben. Es war seinerzeit eines der bekanntesten deutschen Bücher über den Maschinenbau.
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Der Ludwig-Kanal. Seine Entstehung und Bedeutung als Handels-Strasse von Friedrich SchultheisDeutsches Museum

Auszug aus: Der Ludwig-Canal. Seine Entstehung und Bedeutung als Handels-StrasseDeutsches Museum

Der Ludwig-Donau-Main-Kanal wurde 1846 durch König Ludwig I. von Bayern eröffnet – und war eine 172,4 Kilometer lange Wasserstraße zwischen der Donau bei Kelheim und dem Main bei Bamberg. Der Kanal ist seit 1950 außer Betrieb, aber in den Stahlstichen des Nürnbergers Alexander Marx, die in diesem Buch versammelt sind, lebt diese große Ingenieursleistung fort.
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De militia Navali veterum, Ad Historiam Græcam Latinamque vtiles von Johannes SchefferDeutsches Museum

Auszug aus "De militia navali veterum, Ad Historiam Graecam Latinamque vtiles" von Johannes SchefferDeutsches Museum

Der deutsch-schwedische Gelehrte Johannes Scheffer (16921 -1679) dokumentiert in diesem Buch verschiedene militärische Schiffstypen und deren Konstruktion – wie bei dieser Trireme (Dreiruderer).
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Magazin aller neuen Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen... von einigen SachverständigenDeutsches Museum

Auszug aus dem "Magazin aller neuen Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen..." von von einigen SachverständigenDeutsches Museum

Hier wurden die Erfindungen ihrer Zeit versammelt – wie zum Beispiel eine Windmühle von Friedrich Gotthelf Baumgärtner (1759 - 1843).
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Le Machine von Giovanni BrancaDeutsches Museum

Auszug aus: Le Machine von Giovanni BrancaDeutsches Museum

Branca (1571 – 1645) war ein italienischer Ingenieur und Architekt, der eine frühe Dampfturbine beschrieben hat. Er entwickelte sehr viele Maschinen auf dem Papier, die er – mit Holzschnitten illustriert - in diesem Buch zusammenfasste. Nur sehr wenige seiner Konstrukte dürften Realität geworden sein; häufig ist auch unklar, wozu sie überhaupt hätten dienen sollen.

Descriptions Des Arts Et Métiers, Bd, 1: Contenant l'Art Du Meunier, du Boulanger, du Vermicellier von Élie BertrandDeutsches Museum

Auszug aus "Descriptions Des Arts Et Metiers" von Élie BertrandDeutsches Museum

Wie man sieht, gibt es das Tennisspiel schon viel länger, als man denkt. Élie Bertrand, Naturwissenschaftler aus der Schweiz (1713 – 1797), der zwischenzeitlich in Polen das Ministerium für Industrie, Landwirtschaft und Naturwissenschaft leitete, zeigt in diesem Buch verschiedene Handwerkkünste und die dafür notwendigen Geräte.

In Bertrands Buch findet sich auch eine frühe Abbildung des Tennisspiels.
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Traité De La Culture Des Terres, Suivant les Principes de M. Tull, Anglois von Henri Louis Duhamel du MonceauDeutsches Museum

Auszug aus "Traite de la Culture des Terres" von Henri Louis Duhamel du MonceauDeutsches Museum

Der französische Botaniker, Chemiker und Ingenieur gilt als Begründer der Forstbotanik, war aber auch ein Wegbereiter der modernen Landwirtschaft. In diesem Buch beschreibt er die landwirtschaftlichen Geräte seiner Zeit.

Cosmographicus liber von Petrus ApianDeutsches Museum

Auszug aus Cosmographus liber von Petrus ApianDeutsches Museum

Der deutsche Mathematiker, Astronom und Kartograf (1495 – 1552) hat verschiedenste wissenschaftliche Instrumente entwickelt, die dazu dienten, Planetenbahnen vorherzusagen. Bei der Beobachtung des Halley‘schen Kometen entdeckte er, dass der Kometenschweif immer von der Sonne wegzeigt.
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Mitwirkende: Geschichte

Deutsches Museum Bibliothek

Weitere Informationen:
Deutsches Museum Bibliothek

Quelle: Alle Medien
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