Total Confusion

1998 - 2014

Total Confusion war eine der ältesten und renommiertesten Veranstaltungen für elektronische Musik in Köln. Total Confusion wurde im Juli 1998 von den DJs Tobias Thomas und Michael Mayer sowie dem Programmleiter des Studio 672, Ralph Christoph, ins Leben gerufen und war immer eng mit KOMPAKT verbunden. Total Confusion prägte 16 Jahre lang, von 1998 bis 2014, ohne nennenswerte Pause das Nachtleben der Stadt und damit eine ganze Generation.

Der Anfang, Christian Schäfer, 1998, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Michael Mayer bei Total Confusion, Boris Kauer, 2001, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Tobias Thomas bei Total Confusion, Boris Kauer, 2001, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Superpitcher bei Total Confusion, Boris Kauer, 2001, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Die DJs von Total Confusion waren Tobias Thomas, Michael Mayer und Superpitcher. Als weitere Residents kamen später Roosevelt, Sven Howland, Jan-Eric Kaiser und Jo Saurbier hinzu.

Verwirrtes Glück (2002-05) von Max GrönertKompakt

»Es geht um Kommunikation und Liebe«

Der Eingang zum Kellerclub Studio 672 (2004) von Daniel HerrmannKompakt

Studio 672

Von 1998 bis 2019 gehörte das Studio 672 zu den bedeutendsten und prägendsten Clubs Kölns. Das kuratierte, aber auch von einzelnen Kollektiven und Veranstaltern geprägte Party- und Konzertprogramm erwarb sich weit über die Grenzen der Stadt hinaus einen hervorragenden Ruf. 

Das Studio 672 fasste an die 200 Menschen, im Durchlauf einer Total Confusion Nacht konnten es jedoch weit aus mehr sein. Ab einem gewissen Zeitpunkt gab es zwischen Theke, Tanzfläche und Bühne kaum noch ein Durchkommen. Es war eng, es war heiß, es war körperlich intensiv.


Vom Empfang an der Tür mit einer stets ausufernd langen Gästeliste - seinerzeit betreut von Köln's bester "Türsteherin" Andrea Nieswandt - ging es vorbei an der meist schon überfüllten Garderobe hinein in eine andere, zumindest für ein paar Stunden bessere Welt. Alles spielte sich auf einer Ebene ab, unkompliziert, unhierarchisch, transzendent, mit fließenden Übergängen in der Musik und zwischen den Menschen.

Tanzfläche, Unbekannt, 2000, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Hold On, Christian Schäfer, 1999, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Spiegelkugel, Unbekannt, 2000, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Woman smoking (2004) von Daniel HerrmannKompakt

12 x 672

Daniel Herrmann und Tobias Thomas trafen sich zum ersten Mal im Robert Johnson Club in Offenbach. Herrmann hatte dort bereits als Haus-Fotograf und Künstler sein Unwesen getrieben und war begeistert von der Idee, seine ungewöhnliche Art, Menschen und Szenarien der Nacht mit der Kamera zu verfolgen, im Kölner Studio 672 bei Total Confusion fortzusetzen.   

Slave, Daniel Herrmann, 2004, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Kabel, Daniel Herrmann, 2004, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Finger on the trigger, Daniel Herrmann, 2004, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Getränke, Daniel Herrmann, 2004, Aus der Sammlung von: Kompakt
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4 Bilder aus 12 x 672 

12 x 672

Die Fotografien von Daniel Herrmann wirken auf den ersten Moment wie Schnappschüsse, wie zufällige Momente, die für sich genommen nichts vermeintlich Aufregendes zeigen. Es gibt keine Totale, wie man sie von ›repräsentativen‹ Clubfotos kennt, weder auf die Tanzfläche, noch auf den DJ, von dem allenfalls der Körper (ohne Kopf) oder die Hände am Plattenteller zu sehen sind. Herrmanns Fotos zeigen eher den Raum ›dazwischen‹, den vergänglichen Moment, der tatsächlich reine Gegenwart zu sein scheint. Ebenso wie das Prinzip Identität im Club dem Prinzip des Flows, der ständigen Veränderung und Öffnung gewichen ist, ist auch das repräsentative Clubfoto Illusion und Fiktion zugleich. Daniel Herrmanns Fotografien arbeiten sogar an einer umgekehrten Bewegung: Kein Foto ergibt für sich genommen ein Bild. Erst im Auge des Betrachters setzen sich die verschiedenen Fotos zu einem visuellen Gesamteindruck zusammen, der über die reine Dokumentation hinaus das Gemeinsame der sozialen und vor allem musikalischen Erfahrung in Erinnerung ruft, ohne sie abzuschließen und für beendet zu erklären. Denn dafür sind seine Bilder auch nur knappe Andeutungen, keine Blicke in die Vergangenheit, sondern irgendwie Zeit und Raum enthoben, bevor die Gestalten wieder ins Schwarz der Nacht zurückfallen. (Michael Kerkmann)

Die ganze Geschichte des Projekts erzählte Tobias Thomas im unten stehenden Vorwort zu 12 x 672 in seinen eigenen Worten ...

Einleitungstext 12 x 672, Tobias Thomas, 2005, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Flyerhaufen (2014) von Christian SchäferKompakt

TOTAL CONFUSION FLYER ARTWORK

1998 - 2006 

Der erste monatliche Programm-Flyer nach der Eröffnung des Clubs und der ersten Total Confusion Nacht am 1. bzw. 3. Juli 1998. Das "Freitags im Studio 672" wurde zu einer unausgesprochenen Selbstverständlichkeit für viele, die sich um die Jahrtausendwende im Kölner Nachtleben herumtrieben. Freitags ins Studio zur "Confusion" zu gehen, war immer eine Option. Unabhängig vom Line Up und egal, wieviel Uhr es war: Alle landeten irgendwann bei Total Confusion und blieben mindestens so lange, bis Edith kam.

love club, Christian Schäfer, 1998-08, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Drei typische Artworks aus den frühen Tagen von Total Confusion.
(1) Im Rausch der Postmoderne und inmitten blühender popkultureller Landschaften wurde der Scanner zum Sampler und eine Szene aus Larry Clark's epochalem Jugend-AIDS-Sex-Movie "KIDS" zu einer passenden visuellen Metapher für die hinter der bunten Partywelt liegende Einsamkeit, Melancholie und Trauer.
(2) Ralph Christoph, Michael Mayer und Tobias Thomas im Eingangsbereich des Clubs. Die Zeile »Musik für eine andere Wirklichkeit" zitiert »Status Quo Vadis« von Blumfeld. Das System Total Confusion sollte keine Grenzen kennen.
(3) Eine Hommage an den Berliner DJ Kid Paul als metaphorische Visualisierung der Grundidee von Total Confusion: Euphorie, Sweetness, Pop. Drei Körper aus Acid House.

Das Mädchen aus Kids, Tobias Thomas, 1998-12, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Tobias, Michael und Ralph, Tobias Thomas, 1999-02, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Kid Paul, Tobias Thomas, 1998-11, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Bis heute ein Sammlerstück: Ein im Jahr 2000 in Kooperation mit Levi's produziertes Mixtape zusammengestellt von Michael Mayer und Tobias Thomas. Auf dem Cover erkennt man eine weitere Devotionalie: ein V-Neck T-Shirt mit der Aufschrift "Total Confusion / Studio 672 Köln". In dieser Zeit hing außerdem eine Total Confusion Fahne an der Wand des Studios. Eines Morgens nach einer langen Nacht war sie verschwunden und wurde nie wieder gefunden.

Mix Tape, Bianca Strauch/Christian Schäfer, 2000, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Die Gestaltung der Total Confusion Flyer hatte mittlerweile der Grafiker Christian Schäfer übernommen, selbst DJ und Produzent (u.a. beim Label Cómeme) unter dem Namen Christian S. Besonders mit Tobias Thomas verband Christian eine enge Freundschaft und lebenslange Zusammenarbeit, die sich u.a. später beim Kölner c/o pop Festival fortsetzte.

Christian S. bei Total Confusion, Boris Kauer, 2001, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Im Jahr 2001 gestaltete Christian Schäfer die Flyer-Serie »Fantasie«, die Motive aus Kunst und Design mit privaten Fotografien und eigenen grafischen Entwürfen kombinierte.

Flugzeugflügel, Christian Schäfer, 2001-12, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Gucci im Wald, Christian Schäfer, 2000-07, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Jockey, Christian Schäfer, 2001-12, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Autofahrer, Christian Schäfer, 2003-06, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Hand im Wasser, Christian Schäfer, 2000-08, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Silver Man, Christian Schäfer, 2001-03, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Die mit Abstand legendärste Flyer-Serie der gesamten Total Confusion-Geschichte »Portraits« entstand jedoch zwischen 2003 und 2004. Das von Christian Schäfer und Tobias Thomas gemeinsam entwickelte Konzept bestand zunächst aus betont einfachen schwarz-weiß Fotografien von Freunden und Bekannten. Gleichzeitig erkennt man Referenzen zur Mode- und zu einer Art Fotografie, wie sie u.a. auf den Covern von Musikmagazinen Anfang der Nuller Jahre üblich war. Schäfer und Thomas kehrten die Verhältnisse einfach um: Nicht das Line Up und große DJ-Namen, sondern die engen Freunde und regelmäßigen Gäste von Total Confusion wurden als die eigentlichen Stars inszeniert und in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt. Aus den überaus direkten und unverstellten Portraits spricht die extreme soziale und körperliche Nähe, die auf den Parties im Studio 672 herrschte. Es ging auch hier um "Liebe und Kommunikation".

John, Christian Schäfer, 2004-03, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Frieda, Christian Schäfer, 2014-02, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Ruben, Christian Schäfer, 2004-01, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Denise, Christian Schäfer, 2004-06, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Martin, Christian Schäfer, 2003-11, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Cinzia, Christian Schäfer, 2004-09, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Gesine, Christian Schäfer, 2003-10, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Sebastian T., Christian Schäfer, 2004-05, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Natalie, Christian Schäfer, 2004-12, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Korkut, Christian Schäfer, 2004-09, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Petra, Christian Schäfer, 2004-04, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Sebastian H., Christian Schäfer, 2004-10, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Sarah, Christian Schäfer, 2004-11, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Frank, Christian Schäfer, 2004-07, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Juliane, Christian Schäfer, 2003-08, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Boris, Christian Schäfer, 2004-12, Aus der Sammlung von: Kompakt
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2009 wurde die Idee in einer Art Selbstzitat noch einmal aufgegriffen und weiter entwickelt. Dabei entstand eine ähnliche Portraitierung der »zweiten Generation« von Total Confusion. Die Fotografien zeigten diesmal Freund*innen und enge Weggefährt*innen an so alltäglichen wie skurrilen Orten, an denen sie aber eher verloren und einsam wirken. Dabei ist zu spüren, wie sehr sich die Atmosphäre der Parties, aber auch die der Welt um sie herum, in vielerlei Hinsicht verändert hatte.

Natalia hat Tomaten vor den Augen, Christian Schäfer, 2009-04, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Menelaos im Supermarkt, Christian Schäfer, 2009-02, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Marius schaut durch ein Fernrohr, Christian Schäfer, 2009-04, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Sidonie hält eine Frucht, Christian Schäfer, 2009-03, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Love (2008-07) von Christian SchäferKompakt

The Next Generation

Bogen 2 - Dec. 2006 - Feb. 2011

Im Dezember 2006 wechselte Total Confusion die Location und fand jetzt jeden ersten Freitag des Monats am Bogen 2 statt. Dieser Ort ist Teil der Kölner Hohenzollernbrücke, direkt unter der Kathedrale und dem Hauptbahnhof.

Bogen 2 (2008-05) von Tobias ThomasKompakt

Bogen 2

Der neue Veranstaltungsort war im Grunde nichts weiter als ein leerer Saal, der angemietet wurde, aber er gab der Total-Confusion-Crew die Möglichkeit, einen Abend ganz nach ihren eigenen Vorstellungen zu realisieren. Von Sound, Beleuchtung, Dekoration und Lineup bis zu den Teams an Bar und Einlass – alles wurde vom neu gegründeten Unternehmen Total Confusion erdacht und organisiert. Die Total Confusion GbR, die aus Tobias Thomas, Tomasso Tessitori and Sarah Idarous bestand, zeichnete für alle Veranstaltungen zwischen 2006 und 2014 verantwortlich.

Zur Eröffnung im Dezember 2006 legten Sascha Funke, Michael Mayer und Tobias Thomas auf. Diese Party stellte den Beginn einer neuen Ära dar, die weitere vier Jahre andauern sollte.

Universum, Christian Schäfer, 2006, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Universum (Rückseite), Christian Schäfer, 2006, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Die neue – jetzt monatliche – Veranstaltungsreihe am Bogen 2 schlug ein völlig neues Kapitel auf. Nach 8 Jahren in einem klassischen Kellerclub mit maßvollen Öffnungszeiten in der Innenstadt fühlte sich die neue Location sowohl für die Veranstalter als auch die Gäste wie eine Mischung aus Befreiung und Revolution an: das Ambiente einer Lagerhalle, eine eher raue Gegend und Öffnungszeiten wie in Berlin. Eine komplett neue Generation von Clubgängern gab sich die Ehre und feierte wilde Partys, vor allem, wenn neue lokale Talente wie COMA, MIT oder Aroma Pitch auftraten. Konzerte von Künstlern wie The Whitest Boy Alive und These New Puritans oder Filmvorführungen wie der Underground Techno-Dokumentation »Speaking In Code« bildeten das Vorprogramm, bevor die eigentliche Party losging. Die Schlangen vor dem Club wurden immer länger, und so bekamen die Gäste, die draußen in der Kälte warten mussten, zum Aufwärmen Jägermeister Shots serviert.

sunrise set, Ruben Matz, 2008-05, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Die erste Reihe von Flyern für die Veranstaltungen am Bogen 2 stammte wieder von Christian Schäfer und drehte sich um das Thema komplexe Systeme.

Turm, Christian Schäfer, 2007-03, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Diamanten, Christian Schäfer, 2007-12, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Fraktal, Christian Schäfer, 2006-02, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Kacheln, Christian Schäfer, 2007-10, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Bosch, Christian Schäfer, 2007, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Kronleuchter, Christian Schäfer, 2007-05, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Sascha Funke und Tobias Schmid, Tobias Thomas, 2008-07, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Auf den monatlichen Total Confusion Parties spielten neben den Resident-DJs Thomas, Mayer und Superpitcher regelmäßig Gäste wie DJ Koze, Acid Pauli, Paul und Fritz Kalkbrenner (vor ihrem kommerziellen Durchbruch), Jennifer Cardini, Rebolledo, Sascha Funke, Alter Ego, Chloé, Isoleé, Ata, Roman Flügel, Matias Aguayo, Pantha Du Prince u.v.a.

Sinnbildlich wie kaum eine zweite Party für den in dieser Zeit stattfindenden Generationswechsel war jedoch der Auftritt von COMA am 2. November 2007, verewigt in unten stehendem Video. Eine legendäre Nacht.

Der rote Planet, Christian Schäfer, 2007-11, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Der rote Planet (Rückseite), Christian Schäfer, 2007-11, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Total Confusion wurde in den Jahren 2007 - 2011 nicht nur jünger und wilder, das Publikum wurde auch internationaler, es wurde diverser und queer. Nicht unwesentlich dazu beigetragen hatte ein gecharterter Reisebus, der, organisiert von guten Freunden des Hauses aus Belgien, für ein Jahr lang jeden Monat etwa 50 Raver*innen aus dem »benachbarten« Brüssel nach Köln brachte. Auch hiervon ist ein Video erhalten geblieben, welches die Energie und Intensität der Zeit um 2008 in bewegte Bilder fasst.

Total Confusion 07.03.08, unbekannt, 2008, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Hope, Christian Schäfer, 2008-03, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Give, Christian Schäfer, 2008-10, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Love (Rückseite), Christian Schäfer, 2008-07, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Auf den Flyern der Saison 2008 standen einfache 4-letter-words wie »hope«, »high« oder »rock«, die an Wahlkampf- oder Durchhalteparolen erinnerten. Im Sommer 2008 feierte Total Confusion 10jähriges Jubiläum. Auf dem Flyer (s.o. unter »The Next Generation«) stand das berühmteste, abgedroschenste und gleichwohl ewig währendste Wort der Welt:
love.

Das unten stehende Video ist unterlegt mit dem Total Confusion-Hit »Jolly Joker« von Alter Ego im Supermayer Remix. Alter Ego spielten in dieser Nacht einen ihrer legendären Live-Sets.

Zehn Jahre Total Confusion, Klaus Joy, 2008, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Das Kapitel »Total Confusion im Bogen 2« endete am 4. Februar 2011. Ausgelaugt von vier extrem intensiven Jahren und dem enormen Aufwand, den die Veranstaltungen an diesem Ort kosteten, war es Zeit für eine Pause und einen eventuellen Neustart an einem anderen Ort.

Punkt, Christian Schäfer, 2011-02, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Punkt (Rückseite), Christian Schäfer, 2011-02, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Mit dem Ende der Bogen 2 Jahre begann eine nomadische Zeit für Total Confusion. Eine Venue, die ähnliche Vorraussetzungen zur freien Entfaltung bot, war gerade in Köln nicht leicht zu finden. Zwischen 2012 und 2014 gab es unter anderem Events im Stadtgarten, Roxy, Odonien und im Jugendpark sowie eine halbjährige Rückkehr ins Studio 672. Mitte 2014 war abzusehen, dass es an der Zeit war, das über sechzehn Jahre lang existierende Projekt mit einer großen, letzten Party an alter Wirkungsstätte zu beenden. Am 19. Dezember 2014 erlebte Köln »The Last Total Confusion«.

In einem Interview mit Finn Johannsen erzählte Tobias Thomas rückblickend von den Tracks, die Total Confusion geprägt haben und welche Ideen, Gedanken und Konzepte mit Total Confusion verbunden waren. Das Interview ist, mit Fotos von Daniel Herrmann illustriert, auch in englischer Sprache bei Electronic Beats veröffentlicht worden.

The Last Total Confusion (Poster), Christian Schäfer, 2014-12, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Dank den Filmemachern und TC-Freunden Jascha Hannover und Viktor Apfelbacher (Florianfilm) entstand eine kleine wunderbare Dokumentation, der es gelang, den Spirit, das Vermächtnis und schließlich den letzten Vorhang der Party mit der Kamera einzufangen.
Pure Vernunft darf niemals siegen.

The Last Total Confusion, Jascha Hannover, Viktor Apfelbacher (Florianfilm), 2015, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Im Laufe dieser 16 Jahre haben viele außergewöhnlich talentierte Künstler – lokale Newcomer genauso wie weltberühmte Acts – bei einer Total Confusion gespielt, darunter Sascha Funke, Miss Kittin, Theo Parrish, DJ Hell, DJ Koze, Dixon, Westbam, Lawrence/Sten, Lena Willikens, COMA, Gui Boratto, Ricardo Villalobos, Paul Kalkbrenner, Roosevelt, MCDE, Craig Richards, Matias Aguayo, Wighnomy Brothers, Thomas P. Heckmann, Roman Flügel, Girlz Club, The Whitest Boy Alive, Erobique, Peaches, dOP, Rebolledo, Ellen Allien, Jan Jelinek, Thomas Fehlmann, Matthias Kaden, Jennifer Cardini, Khan, Geiger, Nathan Fake, Commercial Breakup, Zander VT, Ferenc, Jake Fairley, Jonas Bering, Highfish & Diringer, T.Raumschmiere, Basement Jaxx, Ark, SCSI-9, Kaito, Christian Morgenstern (†), Tobias Schmid, Junior Boys, Demon, Phantom & Ghost, Markus Nicolai, These New Puritans, Alter Ego, Alex Smoke, Christian S, Schaeben & Voss ft. Schad Privat, Chloé, Mr. X & Mr. Y, Fritz Kalkbrenner, C-Rock, DJ Fra, Supermayer, Strobocop, Jan Gazarra, Tato Cado, Maral Salmassi, Christopher Just und Pawel.

Ausrufezeichen, Christian Schäfer, 2010-06, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Fragezeichen, Christian Schäfer, 2010-02, Aus der Sammlung von: Kompakt
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... Sven Howland, Jan-Eric Kaiser, Jo Saurbier, Pantha Du Prince, Isolée, Axel Boman, Ada, Denis Stockhausen, Petter, Dave, Mikkel Metal, Triple R., James Holden, Kenneth Christiansen, Dirt Crew, Justus Köhncke, Electric Indigo, Eliott Litrowski, Ralph H. Christoph, Phon.On, Jörg Burger/The Modernist, International Pony, The Kooky Scientist, Tobi Neumann, Steve Barnes, Hufschlag & Braun, Kango's Stein Massiv, Aroma Pitch, Captain Comatose (Khan & Snax), Closer Musik, Ata, Losoul/Don Disco, Woody, Acid Pauli, Heiko MSO (†), Shumi, Gebrüder Teichmann, The Rice Twins, Oliver Hacke, André Kraml, Artist Unknown, Hans Nieswandt, Bianca Strauch, MIT, Bastian Wegner, Glitterbug, Marcel Janovsky, John Harten, Stefan Sieber, Novatek, Einmusik DJ Team and many more.


Thank you for the music!

All flyer concepts & artworks created by Christian Schäfer and Tobias Thomas.
Special credits and thanks to Bianca Strauch.

Edith, Tobias Thomas, 2000, Aus der Sammlung von: Kompakt
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Mitwirkende: Geschichte

Tobias Thomas, Christian Schäfer, Boris Kauer, Guillaume Bleret, Heiner Hersemann, Tomasso Tessitori, Daniel Herrmann

Quelle: Alle Medien
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