Ein Spaziergang durch die unterirdischen Räumlichkeiten des CERN

CERN

Auf einer Street View-Tour können Sie die normalerweise nicht zugänglichen Bereiche des CERN kennenlernen – angefangen bei den hochmodernen Teilchenbeschleunigern und Detektoren bis hin zum Rechenzentrum, in dem unvorstellbare Datenmengen von einigen der größten technischen Anlagen der Welt gespeichert werden.

Erster Halt: der Globe of Science and Innovation

Diese ganz besondere Sehenswürdigkeit, die es größenmäßig mit der Kuppel des Petersdoms in Rom aufnehmen kann, soll die Erde symbolisieren. Darin werden die Arbeit des CERN in den Bereichen Wissenschaft, Teilchenphysik und Spitzentechnologie sowie ihre alltäglichen Anwendungsbereiche präsentiert.

Jetzt geht es unter die Erde…

Dies ist der Large Hadron Collider (LHC, Großer Hadronen-Speicherring), der weltweit größte und leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger.

Der Ring aus supraleitenden Magneten hat einen Umfang von rund 27 km und wird auf -271,3 °C abgekühlt – kälter als das Weltall.

In seinem Innern wird er von zwei Strahlen hochenergetischer Teilchen durchlaufen, die nahezu mit Lichtgeschwindigkeit kollidieren.

Weiter zum Proton Synchrotron

Das ist ein Teilchenbeschleuniger, in dem Protonen beschleunigt werden. Danach werden sie den CERN-Experimenten zugeführt oder in die nächsten Beschleuniger eingespeist, beispielsweise in den Large Hadron Collider.

Mithilfe dieser Anlage konnte erstmals die Existenz "neutraler Ströme" – als Teil der schwachen Wechselwirkung zwischen subatomaren Teilchen – beobachtet werden.

Beim LHCb-Experiment arbeiten 1.200 Wissenschaftler aus 74 Organisationen in 16 Ländern zusammen.

Die hoch entwickelten Detektoren ermöglichen die Untersuchung von Bottom-Quark (b-Quark) und Anti-b-Quark, um feine Unterschiede zwischen Materie und Antimaterie zu finden.

Wir befinden uns nun neben dem Compact Muon Solenoid (CMS), einem Mehrzweckdetektor im Large Hadron Collider.

Mit seiner Hilfe studieren Wissenschaftler die kleinsten Bausteine der Materie, einschließlich des Higgs-Bosons, und suchen nach neuen Arten von Teilchen, aus denen die Dunkle Materie bestehen könnte.

Beim ALICE-Experiment handelt es sich um einen innerhalb des LHC-Tunnels installierten Detektor.

Bei diesem Experiment arbeiten mehr als 1.800 Wissenschaftler aus 41 Ländern zusammen. Dabei werden Schwerionen zur Kollision gebracht, um stark wechselwirkende Materie bei extrem hohen Dichten und Temperaturen, die über 100.000 Mal heißer als in der Sonne sind, zu untersuchen.

Dies ist der Kontrollraum von ALICE.

Hier arbeiten 4 Bediener, 19 Detektorexperten und sowie das Run Coordination-Team, die rund um die Uhr die Subsysteme des ALICE-Detektors und die Schnittstelle zum LHC-Beschleuniger steuern und überwachen.

Eine weitere Ansicht von ALICE

Für einen Teil jedes Jahres werden im LHC Bleiionen zur Kollision gebracht, um die Bedingungen des frühen Universums – Sekundenbruchteile nach dem Urknall – nachzubilden.

Der Kontrollraum ist der "Lebensnerv" des CERN. Hier werden der Betrieb des Large Hadron Colliders, des Super Proton Synchrotrons und des Proton-Synchrotron-Komplexes gesteuert und die technische Infrastruktur und die Kryogenik überwacht.

Da sich alle diese Konsolen in einem einzigen Raum befinden, wird eine kontinuierliche, offene Kommunikation ermöglicht und so eine optimale Leistung der Geräte gewährleistet.

Der ATLAS-Detektor ist eines der größten und komplexesten wissenschaftlichen Instrumente, die jemals gebaut wurden.

Seine speziellen Komponenten wurden an verschiedenen Orten in der ganzen Welt hergestellt, getestet und in andere integriert und schließlich in den Hohlräumen 93 Meter unter der Erde zum Detektor zusammengebaut.

Und nun weiter zum nächsten Kontrollraum… Der ATLAS-Kontrollraum ist das "Gehirn" des ATLAS-Detektors.

Jeder Platz ist mit vier Monitoren ausgestattet, die zusammen einen großen virtuellen Bildschirm bilden. Die Daten werden auf riesige Wandbildschirme projiziert und helfen dem Kontrollraumteam, die Leistung des Detektors zu überwachen.

Unser letzter Halt ist das Rechenzentrum.

Es ist das pulsierende Herz der Technologie und der Betriebsabläufe des CERN. Der LHC allein produziert über 70 Petabyte an Daten pro Jahr. Diese Daten werden dann hier gespeichert, bevor sie in einem Rechennetz verarbeitet werden, das über 170 Rechenzentren in 42 Ländern umfasst.

Quelle: Alle Medien
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