Editorial Feature

11 spektakuläre Veranstaltungsorte für darstellende Kunst in Europa

Wo Musik, Theater und Tanz zum Leben erwachen

Europa zeichnet sich durch eine reiche Kultur darstellender Kunst aus, und oft sind die beeindruckenden Veranstaltungsorte selbst beeindruckender Teil der Show. Kommen Sie mit uns auf eine virtuelle Tour durch 11 wunderschöne Theater, Opernhäuser und Konzertsäle auf dem ganzen Kontinent.

Burgtheater, Wien

Das Burgtheater, das zweitältestes Theater Europas, wurde 1741 erbaut und 1945 durch Bomben und Feuer weitgehend zerstört, ist aber seitdem vollständig restauriert worden. Die extravaganten Deckengemälde der großen Treppe mit Frühwerken von Gustav Klimt zeigen auch sein einziges bekanntes Selbstporträt.

Franz-Liszt-Musikakademie, Budapest

Die Liszt-Musikakademie wurde 1875 von dem ungarischen Komponisten Franz Liszt gegründet. Als Konzertsaal und Musikkonservatorium hat sie mehrmals ihren Sitz gewechselt: Sie war zu Beginn im Wohnhaus von Liszt untergebracht und befindet sie sich heute in einem von Flóris Korb und Kálmán Giergl entworfenen Jugendstilgebäude. Das Innere des Gebäudes ist mit Keramik aus der Porzellanmanufaktur Zsolnay prunkvoll verziert.

Elbphilharmonie, Hamburg

Die Elbphilharmonie, einer der Konzertsäle mit der weltweit modernsten Akustik, wurde erst vor Kurzem erbaut und öffnete im Januar 2017 ihre Tore. Der Große Saal ist so gestaltet, dass die Interpreten mitten im Publikum sitzen; er wurde mit 10.000 individuell geformten Platten verkleidet, die die Schallwellen streuen.

Teatro Bibiena, Mantua

Das Teatro Bibiena ist auch als "wissenschaftliches Theater" bekannt, da es sowohl für Theateraufführungen und Konzerte als auch für wissenschaftliche Diskurse und Kongresse gedacht war. Es wurde 1767 von Antonio Galli Bibiena entworfen und hat die Form einer Glocke mit prunkvollen, die Wände säumenden Stuckbalkonen. Der 13-jährige Mozart trat dort am Eröffnungsabend auf.

Nationales Forum für Musik, Breslau

Das postmoderne Design des Breslauer Musikforums wurde vom Korpus eines Streichinstruments inspiriert und verfügt über eine Akustik auf dem neuesten Stand der Technik. Spezielle Schwingungsisolatoren sorgen dafür, dass der Zuhörer vom Straßenlärm oder von Geräuschen aus anderen Konzertsälen des Forums abgeschirmt ist.

Palais Garnier, Paris

Das nach seinem Architekten Charles Garnier benannte Palais Garnier ist vielleicht am besten für seine Rolle im Roman Das Phantom der Oper und dessen späterer Adaption als Musical bekannt (das Gebäude hat tatsächlich seinen eigenen unterirdischen See). Die bunte Decke im Zuschauerraum wurde von Marc Chagall gemalt und erinnert an verschiedene Komponisten und ihre Werke.

Lettische Nationaloper und Nationalballett, Riga

19 Jahre nach ihrer ursprünglichen Eröffnung im Jahr 1863 brannte die Lettische Nationaloper wegen einer undichten Gasbeleuchtung nieder, wobei ein großer Teil des Gebäudes zerstört wurde. Sie wurde mit Elektrizität als neue Energiequelle wiederaufgebaut; da sie aber eines der ersten Gebäude in Riga war, das Elektrizität einsetzte, war es notwendig, hinter der Oper ein eigenes Kraftwerk zu bauen.

Das Kolosseum, Rom

Das Kolosseum ist vielleicht nicht mehr ganz in Aktion, aber zu seinen Glanzseiten war es Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen, die die antike römische Bevölkerung unterhielten. Diese reichten von Gladiatorenwettbewerben bis hin zu klassischen mythologischen Dramen. Das Kolosseum liegt mitten in Rom und ist das größte jemals gebaute Amphitheater.

La Monnaie, Brüssel

Der Name La Monnaie- die Münze - geht darauf zurück, dass die Brüsseler Oper ursprünglich auf dem Gelände einer Münzstätte gebaut worden war. Das Gebäude, in dem sie seit 1855, als ein Feuer ihren früheren Sitz niederbrannte, untergebracht ist, wurde in einer Mischung von Stilelementen des Neobarock, Neorokoko und der Neorenaissance gestaltet. Die Kuppel wurde 1887 von Auguste-Alfred Rubé und Philippe-Marie Chaperon bemalt, nachdem die CO²-Emissionen des großen Kristallkronleuchters die alte Kuppel zerstört hatten.

Göteborger Symphoniker, Göteborg

Schwedens Göteborger Symphoniker haben ihren Sitz in der 1935 gebauten und vom Architekten Nils Einar entworfenen Göteborger Konzerthalle. Ihr Äußeres wurde im neoklassizistischen Stil gebaut, um sich in die Umgebung einzufügen, der Innenraum mit 1.300 Plätzen ist jedoch modernistisch und mit gelb-rotem Ahornfurnier verkleidet.

Teatro Real, Madrid

Das Teatro Real ist das führende Opernhaus Spaniens: auf seiner Bühne fanden 387 Vorstellungen von Verdis Rigoletto, 361 Vorstellungen von Aida und 342 Vorstellungen von Il trovatore statt. Das Gebäude ist so ausgelegt, dass man von vielen Sitzplätzen aus nicht die Bühne sehen kann, an die oberen Seitenwände wird deshalb ein Live-Stream der Opern- und Ballettaufführungen projiziert.

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