Editorial Feature

Begeben Sie sich auf eine Reise durch das Spanien von Cervantes

Entdecken Sie die Orte, die der Autor in Don Quijote dargestellt hat

Der spanische Autor Miguel de Cervantes gilt als der wichtigste Schriftsteller der spanischen Sprache und einer der renommiertesten Autoren der Welt. Sein bekanntestes Werk ist Der sinnreiche Junker Sir Quijote von der Mancha, häufiger unter der Kurzform Don Quijote bekannt.

Die Geschichte, die in zwei Bänden 1605 und 1615 veröffentlicht wurde, erzählt die Abenteuer eines Adligen namens Alonso Quijano, der so viele ritterliche Romanzen liest, dass er seinen Verstand verliert und sich aufmacht, um die Ritterlichkeit wiederzubeleben, Unrecht gutzumachen und der Welt unter dem Namen Don Quijote de la Mancha Gerechtigkeit zu bringen. Der zweiteilige Roman wurde in mehr Sprachen übersetzt als jedes andere Buch, mit Ausnahme der Bibel.

Viele der im Roman dargestellten Plätze basieren auf realen Orten und werden entweder so präsentiert, wie sie sind, oder wie sie von der Phantasie des Don Quijote erweitert wurden. Im ersten Teil des Buches ignoriert er die Realität und zieht es vor, seine eigene ritterliche Geschichte zu leben. Mit Hilfe von Street View machen wir einen Rundgang durch das Spanien, über das Cervantes in seinem Roman schrieb, sowie durch einige der Orte, die den Autor unterwegs inspiriert haben.

1. Alcalá de Henares

Alcalá de Henares ist eine Stadt in Zentralspanien, nordöstlich von Madrid, und Geburtsort von Cervantes. Die Stadt gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und zeichnet sich durch ihre vielfältige Archäologie aus. Cervantes wurde 1547 geboren und in der Kirche Santa Maria la Mayor getauft. Beim Besuch der Kirche sehen Sie den Platz vor dem Gebäude, der in Plaza Cervantes umbenannt wurde (unten).

2. Windmühlen von Cerro Calderico

Auf dem Weg in die kleine Stadt Consuegra, inmitten der weiten, trockenen Ebene von La Mancha, sehen die Besucher die 12 Windmühlen und das Schloss von Cerro Calderico. Der Ort wurde durch Don Quijote berühmt, der die Windmühlen „Riesen“ nannte und eine imaginäre Schlacht mit ihnen aufnahm. Aus diesem Teil des Buches stammt der populäre Ausdruck „gegen Windmühlen kämpfen“, der sich auf den Angriff auf imaginäre oder echte Feinde, meist aus irreführenden oder sinnlosen Gründen, bezieht. Besucher können immer noch einen Ausflug zu den Windmühlen machen, aber parken Sie oben aauf dem Hügel, um sich den Anstieg zu ersparen.

3. Casa-Cueva de Medrano

In Argamasilla de Alba finden Sie das Haus von Medrano und die Medrano-Höhle unter dem Haus. Man sagt, dass Cervantes hier gefangen gehalten wurde. Obwohl es schwierig ist, genau herauszufinden, warum er inhaftiert war, steht fest, dass Cervantes zahlungsunfähig war und mindestens zweimal in seinem Leben wegen Unregelmäßigkeiten in seinen Konten ins Gefängnis gesteckt wurde. Der Legende nach begann Cervantes, die Abenteuer von Don Quijote in dieser Höhle zu schreiben. Auf diese Zeit bezieht er sich kurz im Prolog des Buches, wo er behauptet, das Buch sei „in einem Gefängnis entstanden“.

4. El Toboso

El Toboso ist eine Stadt und Gemeinde in der Region Mancha Alta de Toledo in Provinz Toledoim zentralspanischen Kastilien-La Mancha. El Toboso ist im Roman jene Stadt, in der die fiktive Figur Dulcinea lebt. Dulcinea ist eine Figur, die im Roman zwar nicht direkt auftritt, in die Don Quijote jedoch verliebt ist. Er beschreibt sie folgendermaßen: „Ihr Name ist Dulcinea, ihr Land El Toboso, ein Dorf von La Mancha, ihre Würde sollte wenigstens Prinzessin sein, denn sie ist meine Königin und Gebieterin, ihre Schönheit übermenschlich.“ Die Stadt selbst verfügt über eine katholische Kirche aus dem 15. Jahrhundert, das Museo Cervantino und das Museum und Wohnhaus der Dulcinea.

5. Höhle von Montesinos

Die Cueva de Montesinos ist eine Höhle in der spanischen Provinz Albacete. Am Fuß der Höhle befindet sich ein kleiner See, in dem sich das Regenwasser sammelt, das durch die Höhle fließt. Durch eine Reihe von Experimenten und Tests wurde festgestellt, dass das Wasser in dieser Lagune durch unterirdische Ströme mit dem Naturpark Ruidera verbunden ist. Die Höhle wird in Don Quijote erwähnt, als der Titelheld und sein Knappe Sancho Panza mit dem Cousin des Barbiers Basilio als Führer zur Höhle gehen. Als die drei an ihrem Ziel ankommen, lassen Sancho und der Führer Don Quijote an einem Seil in die Höhle herunter. Sie warten eine halbe Stunde und ziehen ihn dann hoch, nur um ihn schlafend zu finden. Unten ist der Eingang zur Höhle zu sehen.

6. Villanueva de los Infantes

Am Anfang des Buches schreibt Cervantes: „In einem Dorfe von la Mancha, dessen Namen ich mich nichtentsinnen mag, lebte unlängst ein Edler, einer von denen, dieeine Lanze auf dem Vorplatz haben, einen alten Schild, einendürren Klepper und einen Jagdhund.“
Es wurde viel darüber diskutiert, auf welches Dorf sich der Erzähler bezieht, aber der allgemeine Konsens sieht Villanueva de los Infantes als dieses Dorf. Der malerische Ort liegt im Südosten der Provinz Ciudad Real. Besucher können versuchen, das Haus von Don Diego de Miranda zu finden, der nach der Tradition der Ritter vom Grünen Mantel war, und dessen große Taten oft von Don Quijote erwähnt wurden.

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