Prinzessin Amalie von Preußen (1723-1787), war die jüngste Schwester von König Friedrich II. von Preußen (1712-1786) und die Lieblingsschwester des Prinzen Heinrich von Preußen (1726-1802). Sie blieb zeitlebens unverheiratet und wurde auf Betreiben Friedrichs II. ab 1756 Äbtissin des Frauenstifts von Quedlinburg. Die gebildete, hochmusikalische Amalie hat sich durch die Pflege des Erbes von Johann Sebastian Bach (1685-1750) einen bleibenden Platz in der Musikgeschichte erworben. Im August 1766 besuchte Amalie ihren Bruder, den Prinzen Heinrich in Schloss Rheinsberg und ihr zu Ehren ließ er ein mehrtägiges Fest veranstalten. Auf diesem Gemälde des preußischen Hofmalers Thomas Huber (1700-1779), das im Rahmen einer Porträt-Serie der preußischen Königsfamilie um 1740 entstand, ist die Prinzessin neben einem Orangenbaum dargestellt, das möglicherweise als Zeichen ihrer Abstammung zu sehen ist: Ihre Urgroßmutter Louise Henriette war eine oranische Prinzessen. Ihr Bruder Friedrich II. trug den Titel des „Prinzen von Oranien“.
(Franziska Ratajczak)