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Blick zum Westchor des Bamberger Doms mit dem Kaisergrab im Mittelschiff

1903

Staatsbibliothek Bamberg

Staatsbibliothek Bamberg
Bamberg, Germany

(Das Kaisergrab im Bamberger Dom im Laufe der Jahrhunderte) Seit seiner
Errichtung wurde das Kaisergrab Tilman Riemenschneiders
viermal innerhalb des Bamberger Doms
ver­scho­ben. Ursprünglich war es im
Mittel­schiff aufgestellt. Um 1900 stand es in der Mitte des Langhauses.
Erst seit 1971 befindet es sich
am öst­lichen Ende des Mittel­schiffs zwischen den Treppen zum Georgenchor.

Riemenschneider
versah das Hoch­grab mit insgesamt fünf Reliefs, die drei Szenen aus der
Heinrichs- und zwei aus der Kunigundenlegende zeigen. Die Schmalseite am Kopf
der Skulpturen Heinrichs und Kunigundes blieb leer. Vermutlich war diese Seite
nicht zu sehen, weil sie mit dem vor dem Georgen­chor aufgestellten Kunigunden­altar
verbunden war.

1649 wurden dort zwei Inschriften­tafeln aus Bronze angebracht.

Der Jesuit Jean
Baptiste Du Sollier und der Karmelit Joseph à Virgine Maria publizierten um 1720
Abbil­dungen des Kaisergrabs.

Der Jesuit Du Sollier war Präsi­dent der Gesellschaft der Bollandisten, die
sich zum Ziel setzte, alle bekannten Heiligenlegenden zu veröffentlichen. Das Vorhaben
dauerte 300 Jahre.

Die Illustration des
Nürnberger Kupfer­stechers Joseph de Montalegre zeigt, dass der Kaiserin
Kunigunde in Bamberg eine ähnliche Verehrung zuteil wurde wie der Jungfrau
Maria.)

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  • Title: Blick zum Westchor des Bamberger Doms mit dem Kaisergrab im Mittelschiff
  • Date Created: 1903
  • Location: Bamberg
  • External Link: Online im Buch blättern
  • Description by: V Bd 774.54
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