Die Bearbeitung von Christian Cannabichs Ballettmusik zu „Ulisse et Orphée dans l’isle de syrênes“ für Violine, Viola, Violoncello und Klavier ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Arbeit von Wolfgang Amadeus Mozart. Mozart hielt sich zwischen Oktober 1777 und 1778 in Mannheim auf und war häufig Gast im befreundeten Haus Cannabich, wo er u.a. die Tochter Rosina (Rose) im Klavierspiel unterrichtete. In einem Brief vom 6.12.1777 an seinen Vater berichtet Mozart, dass er Cannabich, der mit dem Klaviersatz wenig vertraut war, bei der Quartettbearbeitung mehrerer Ballettmusiken helfe: „er muß von allen seinen Baletten ein recueill herausgeben, aber auf das Clavier. Nun kann er ohnmöglich das ding so schreiben, daß es gut herauskömmt und doch leicht ist, zu diesen bin ich ihm […] sehr wilkommen.“Das 1970 erworbene gedruckte Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek der „Orphée“-Ballettsuite weist mehrere handschriftliche Eintragungen von Christian Cannabich auf: Er hat die dritte Seite der Violoncellostimme rechts unten signiert und in der Klavierstimme an mehreren Stellen Korrekturen und Ergänzungen eingetragen.
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