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Die Darstellung des »Aschenbrödel«-Märchens hatte Moritz von Schwind bereits seit seiner Münchner Studienzeit beschäftigt. Ursprünglich plante er ein Wandbild mit einzelnen Szenen des Märchens. Dieses Vorhaben aber ließ sich mangels eines geeigneten Auftraggebers nicht umsetzen. Stattdessen malte Schwind zwischen 1852 und 1854 zum gleichen Thema ein aus vier Hauptszenen bestehendes großformatiges Ölgemälde. Auf der Münchner Kunstausstellung 1855 hatte er mit diesem Werk beachtlichen Erfolg. Schwind bot das Gemälde zunächst König Ludwig I. von Bayern an, dem der geforderte Preis jedoch zu hoch war. Schließlich gelangte das Bild in Privatbesitz; heute gehört es als Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland zum Bestand der Neuen Pinakothek, München.
»Aschenbrödel« ist vor den Zyklen »Die sieben Raben« (1857–1858, Klassik Stiftung Weimar, Kunstsammlungen) und »Die schöne Melusine« (1869, Österreichische Galerie im Belvedere, Wien) eine der ersten von Schwind ins Bildhafte übertragenen Märchenerzählungen. Hierbei hielt sich der Künstler nicht an eine bestimmte Überlieferung, vielmehr wählte er Motive aus verschiedenen literarischen Vorlagen. So sind in seinem Werk Elemente der von Charles Perrault 1697 veröffentlichten französischen Fassung des »Aschenbrödels« sowie der 1812 erschienenen »Kinder- und Hausmärchen« der Brüder Grimm zu finden.
Die Nationalgalerie besitzt eine unvollendete Fassung des ersten Hauptbildes der Münchner Gesamtkomposition. Dargestellt ist der Aufbruch zum Ball: Während die Schwestern die Sänfte besteigen, wird Aschenbrödel von der Stiefmutter auf dem oberen Hofseitengang des väterlichen Palastes in die Küche verwiesen. | Birgit Verwiebe

Details

  • Title: Cinderella, waying to the ball
  • Creator: Moritz von Schwind
  • Date Created: 1852
  • Physical Dimensions: 168 x 80 cm
  • Type: Painting
  • Technique and material: Oil on canvas
  • Inv.-No.: A I 1034
  • ISIL-No.: DE-MUS-815114
  • External link: Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Photo: © Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Jörg P. Anders
  • Collection: Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin - Acquired 1971
  • Artist dates: 21.1.1804 - 8.2.1871

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