Die 1655 datierte, von einem Protagonisten der Barockzeit in Genua und Rom ausgeführte Darstellung basiert auf den Metamorphosen Ovids (I, 125-415). Das Ehepaar Deukalion und Pyrrha trägt große Steine (laut Orakel: die „Gebeine der Mutter“, also der Erde), die nach dem Opfer an Zeus auf Geheiß des Orakels rückwärts zu werfen wären. Nur so, als einzige überlebende Menschen nach der großen Flut konnte aus den Steinen das Menschengeschlecht wieder ins Leben gerufen werden. Neue Menschen sind im Vordergrund als bizarre Ensemble unterschiedlicher Köpfe dargestellt. Offen bleibt die Bedeutung des mit herausgestreckter Zunge unter einem Felsenblock eingeklemmten Gesichts und der obenliegenden lorbeerbekränzten Muse. Trotz der lebendigen neo-venezianischen Farbigkeit ähnelt die Komposition sehr der Modellierung eines Basreliefs. Zudem erinnert die hemmungslose Energie an Gian Lorenzo Bernini.SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. rechts am Altar: Gio:be / Ca […]
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