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Documents from Gilberto Gil's Private Archive

Instituto Gilberto Gil

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Brazil

  • Title: Documents from Gilberto Gil's Private Archive
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    taz.de Brasilianischer Popstar Gilberto Gil "Lateinamerika ist das Versuchslabor" Berlin - 20.11.09 Ein Interview mit dem brasilianischen Popstar Gilberto Gil über die Relevanz von Breitband-Internetanschlüssen, Afrika und seine Amtszeit als Kulturminister. Gilberto Gil Der brasilianische Musiker Gilberto Gil, Jahrgang 1942, bewegt sich seit je im Spannungsfeld zwischen Kultur und Politik. Schon früh verschmolz er Baião, Bossa Nova, Samba mit Rock, Blues und Jazz. 1967 schockten die Tropicalistas - Gil, Caetano Veloso, Os Mutantes und andere - Fans der engagierten, aber asthetisch konservativen Bossa nova. Auch der Militärregime (1964-85) waren sie ein Dom im Kosmopolit Gil blieb stets Trendsetter, Afro-Zen nannte ein Kritiker seinen Stil. 1988 wurde er in seiner Heimatstadt Salvador da Bahia Stadtrat, später trat er den Grünen bei. Von 2003 bis 2008 war er charisma- tischer Kulturminister der Regierung Lula. Marke und Familienbetrieb Gil werden höchst effizient von Frau Flora gemanagt Gilberto Gil: "Banda Larga Cordel (Warner Brasil). Demnächst erscheint "Banda Dois" (mit seinem Sohn Bem). Am 21. 11. tritt Gil live im Haus der Kul- turen der Welt (Berlin) auf. Komponierte als Kulturminister: Gilberto Gil. Foto: dpa Was bedeutet "Banda Larga Cordel"? Banda Larga, also Breitband, ist ja die Möglichkeit, Inhalte auszutauschen - je breiter, desto höher die Nutzung und der Austausch von Dateien, desto mehr Quantität und Qualität im Cyberverkehr. In diesem Sinne ist es ein politisches Manifest. Nicht nur Brasilien, die ganze Welt muss Breitband-Internetzugang erhalten. Cordel-Heftchen- literatur wiederum ist eine wichtige Gattung der Volkslitera- tur mittelalterlichen Ursprungs, die in Nordostbrasilien populär ist. Sie ermöglicht die Verbreitung von Gedanken, von volkstümlicher kultureller Reflexion und war bei vielen Liedem sehr präsent, die auf der Basis dieses Herumdich- tens entstanden sind, das von der Cordel-Literatur kommt. "Não Tenho Medo da Morte" (Ich habe keine Angst vor dem Tod) heißt ein Lied. Denken Sie oft an den Tod? Fast ständig. Warum? Der Tod rahmt das Leben ein, er ist am menschlichen Horizont.
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