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Mit Eimern werden die Heringe behutsam aus dem Wasser gehoben

Ozeaneum, Stiftung Deutsches Meeresmuseum

Ozeaneum, Stiftung Deutsches Meeresmuseum
Stralsund, Deutschland

Unsere Sensibelchen – die Heringe - Heringe lebend zu fangen, ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die viel Fingerspitzengefühl verlangt. Denn Haut und Schuppen der Fische sind so empfindlich, dass sie bei der kleinsten Berührung sterben. Die Empfindsamkeit dieser Schwarmfische ist auch der Grund dafür, dass die meisten Aquarien auf die Haltung von Heringen verzichten. Nicht so das OZEANEUM. Mit Hilfe unserer Küstenfischer und zwei schonenden Fangmethoden ist es uns gelungen, einem gesunden Heringsschwarm ein neues Zuhause zu geben.

Eine Methode war die fast vergessene Kummreusenfischerei. Bei dieser Fangtaktik verirren sich die Schwarmfische in dem labyrinthartigen Kammersystem der Netzkonstruktion. Nachdem die Reuse gefüllt ist, werden die Trennwände so zusammengezogen, dass alle Tiere in einer Wasserlinse schwimmen. Diesen Augenblick nutzten wir, um einzelne Heringe behutsam mit dem Eimer aus dem Wasser zu heben, bevor die Fischer die restlichen Heringe über einen großen Schlauch in den Rumpf des Kutters saugten.

Die zweite schonende Fangmethode ist das Angeln mit Spezialhaken. Mit einer gekonnten Handbewegung werden die Fische vom Haken entfernt, ohne berührt zu werden. Für diese Verfahrensweise bedarf es zweier Boote. Das eine Boot angelt die Heringe draußen auf dem Sund, während das zweite Boot die sensiblen Meeresbewohner auf dem schnellsten Weg ins Aquarium befördert, da die empfindsamen Fische auch in den Transportbehältnissen nicht lange überleben. Obwohl diese beiden Fangpraktiken schon die schonendsten sind, war es ein sehr langer Prozess, den Heringsschwarm für unser Ostseebecken zusammen zu bekommen.

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  • Titel: Mit Eimern werden die Heringe behutsam aus dem Wasser gehoben
  • Ort: Ozeaneum Stralsund, Stiftung Deutsches Meeresmuseum
  • Rechte: Romy Kiebel / OZEANEUM
Ozeaneum, Stiftung Deutsches Meeresmuseum

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