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Jungbrunnen und Badehaus

Hans Sebald Beham1536

Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin

Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin

Die Heilung durch Wasser ist eine seit je geübte medizinische Praxis. Der Zweck der Reise ins Kurbad war die Zurückgewinnung von Gesundheit und jugendlicher Kraft. Der Erfolg war jedoch meist enttäuschend, daher der Traum vom Jungbrunnen, der den Menschen wieder schön, jung und liebesfähig macht. Auf unserem Blatt werden links alte Leute zu einem Wasserbecken mit dreischaligem Brunnen getragen, die weggeworfenen Krücken werden verbrannt und umtanzt. Sobald die Alten ins Wasser gelangen, verwandeln sie sich in kräftige Menschen, deren Lebens- und Liebeslust wieder erwacht. In der rechts anschließenden Badehalle tummeln sich Männer und Frauen, kosen, treiben Körperpflege und trinken das Heilwasser, s. das Brünnlein im großen Becken. Im ausgehenden Mittelalter und der Renaissance wurde das gemeinsame Baden der Geschlechter immer wieder verboten, das Verbot jedoch ebenso oft übertreten. Im Hintergrund der Halle sehen wir viele Menschen bei zwangloser Beschäftigung: sie ruhen, treiben Zärtlichkeit, werden rasiert, oder spielen Tric-Trac. In einigen der Aktfiguren sind Vorbilder eines Raffael-Stiches verwendet.

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  • Titel: Jungbrunnen und Badehaus
  • Ersteller: Hans Sebald Beham
  • Datum: 1536
  • Abmessungen: w109.5 x h37 cm
  • Typ: Druck
  • Material: Holzschnitt
  • Sammlung: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Künstler Sterbeort: Frankfurt am Main, Deutschland
  • Künstler Lebensdaten: 1500 - 1550.11.22
  • Künstler Geschlecht: Männlich
  • Künstler Geburtsort: Nürnberg, Deutschland
  • Inv.-Nr.: 818-10
  • ISIL Nr.: DE-MUS-018511
  • Externer Link: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyright: Foto © bpk - Bildagentur / Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Jörg P. Anders │ Text © Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Hans Mielke

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