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Die achteckige Platte ist aus dünnem Silberblech getrieben, teilweise vergoldet und mit verschiedenen Punzen bearbeitet. Als Dekor zeigt sie drei verschiedene Formen des vor allem aus der altiranischen Mythologie und Kunst bekannten Mischwesens Senmurv. Es verbindet den Kopf eines Hundes oder Drachens mit den Flügeln und dem Schwanz eines Pfaus.

Das als herrscherliches Machtsymbol verstandene Fabelwesen findet sich im 7. Jahrhundert auf königlichen Gewändern in iranischen Felsreliefs, auf Thronsaalfresken in Afrasiyab (Alt-Samarkand) und auf einem Gewand, das in einem Grab im Kaukasus gefunden wurde. In altiranischer wie in frühislamischer Zeit schmückte der Senmurv sowohl Baudenkmäler (z.B. die Mschatta-Fassade) als auch Kunstgegenstände verschiedener Art. Nach orientalischem Vorbild erschien er in Europa u.a. als Stoffmuster auf byzantinischen Seiden.

Die Dynastie der Samaniden, die seit dem 9. Jahrhundert Ostiran und Mittelasien beherrschte, vollzog eine bewusste Rückbesinnung auf die vorislamische Zeit. Dies zeigt sich auf der Silberplatte in der demonstrativen Verwendung eines wichtigen Machtsymbols: Hier schmückt der Senmurv das zentrale Medaillon der Platte, umgeben von acht kleineren Medaillons, in denen abwechselnd das Fabeltier und stilisierte Pflanzen wiedergegeben sind, während über den schmalen Randsteg 24 der Fabelwesen zu fliegen scheinen.

Details

  • Title: Plate
  • Creator: Unknown
  • Date Created: 10-11. century
  • Location: Iran
  • Medium: Silver, gold
  • Inv. no.: I. 4926
  • ISIL no.: DE-MUS-814517
  • External link: Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin
  • Copyrights: Photo © Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Johannes Kramer
  • Collection: Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz

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