Der Ulmer Orgel- und Klavierbauer Johann Matthäus Schmahl (1734-1793) übernahm die Orgelbauwerkstatt seines Vaters nach dessen Tod und widmete sich dem Klavier- und Cembalobau. Das Tafelklavier entstand um 1770 , hat ein harfenförmiges Gehäuse und steht auf drei Füßen. Schwarze Untertasten und weiße Obertasten sind etwas ungewöhnlicher als umgekehrt, aber haben den gleichen Effekt: Bei eingeschränkten Lichtverhältnissen sind die Tasten gut auseinanderzuhalten. Das Tafelklavier lässt sich mittels einer Transponiervorrichtung, die die Tastatur verschiebt um einen Halbton in der Tonhöhe verändern und verfügt über einen Zug und vier Schieberegler am Vorsatzbrett, um unterschiedliche Dämpfungen ein- und auszuschalten. Zur Zuordnung der Stimmschrauben wurden die Tonbezeichnungen daneben aufgeschrieben.
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