Von etwa 1622 bis 1639 lebte der Elsässer Sebastian Stoskopff in Paris, wo er dieses monumentale Stillleben schuf. Vor dunklem Hintergrund und auf einem nachlässig drapierten, weißen Tischtusch mit scharfen Falten, präsentiert der Maler eine imposante Auswahl verschiedenster Behältnisse. Der rechteckige, geflochtene Korb mit funkelnden Gläsern dominiert die Komposition. Ihm beigeordnet sind drei Weinflaschen, besonders prächtig ist die olivfarbene, bleiglasierte Irdenware mit Kordelaufhängung, die einer Pilgerflasche ähnelt. Zudem wurden eine silberne Teedose und ein Koppchen, geschmückt mit chinesischem Rankendekor, auf die unbedeckte Tischkante gesetzt, die die ansonsten nach rechts neigende Komposition auffangen. Stoskopff war entscheidend an der um 1620 in Paris einsetzenden Entwicklung der französischen Stilllebenmalerei beteiligt.
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