Das ursprünglich querovale Gemälde erhielt seinen ungenauen Titel durch einen Vierzeiler, der dem seitenverkehrten Reproduktionsstich Charles-Nicolas Cochins von etwa 1726 (?) beigegeben war. Monumental ist die Figur des Mädchens vor einen niedrigen Horizont gestellt. Vornehm gekleidete Hirtenknaben, einer musiziert, erwarten sichtlich gespannt den Tanz der versonnenen Koketten. Die Indifferenz des Themas wird durch links gelagerte Requisiten, den ›beherzten‹ Schild mit Pfeil, unterstützt, die als ein Hinweis auf das zu erwartende Ausspielen weiblicher Reize zu lesen sind. Das Kleid orientiert sich an bedruckten englischen Seidenstoffen von 1718. Watteau wird das Gemälde wohl während seiner einzigen Auslandsreise 1719/20 in England geschaffen haben. Wie nahezu alle seine Arbeiten ist auch diese, getragen von gedecktem Kolorit, ornamental geprägt. Das vor 1769 von Friedrich dem Großen gekaufte Gemälde befand sich 1802 im Nachlass seines Bruders, des Prinzen Heinrich, auf Schloss Rheinsberg.
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