Zu Füßen des Kreuzes, nahe dem Betrachter, liegt der von Wunden bedeckte Leichnam Christi. Hinter ihm sitzt die schmerzerfüllte Gottesmutter. Johannes hat den Körper des Toten halb aufgerichtet und stützt das sich zur Seite neigende Haupt. Maria Magdalena führt die Hand Christi voller Zärtlichkeit an ihre Wange. Die Gruppe beschließt Joseph von Arimathia mit dem Salbgefäß. Die Komposition ist erfüllt von einer mächtigen gestalterischen Kraft. Eindrucksvoll ist der athletische Leib Christi mit allen Zeichen der Peinigungen und des Todes gestaltet. Darin offenbart sich der Einfluss Matthias Grünewalds, der den gemarterten Heiland wenige Jahre zuvor auf dem Isenheimer Altar in schonungslosem Realismus dargestellt hatte.| Prestel-Museumsführer – Gemäldegalerie Berlin, 2017
Interessiert am Thema „Visual arts“?
Mit Ihrem personalisierten Culture Weekly erhalten Sie Updates
Fertig!
Sie erhalten Ihr erstes Culture Weekly diese Woche.