Es handelt um das älteste datiertes [1509], umso kosbares Werk von Mazzolino. Der Künstler zeigt immer noch am Stil des aus Cremona stammenden Boccaccio Boccaccino sich orientiert zu haben. Gleichzeitig - wie Longhi (1934) angedeutet hatte - eine stachelige Interesse "für die bildenden Ereignisse, die in Venedig im Umkreis des De Barbari und Lotto produziert worden waren, mit besonderen Reflexen von ekzentrischer Maler wie Pier Maria Pennacchi und Pseudo-Boccaccino [Giovanni Agostino da Lodi]" scheint auffällig zu sein.
Longhi (1934) spürt einerseits im Gesicht des hl. Antonius den Einfluss Dürers, andererseits in den schüchternen Landschaftsabschnitten ein frühzeitiges Spiegelbild nach Giorgione. Diese Eigenschaften Mazzolinos gehen, laut Frabetti (1966), parallel zur Stilentwicklung des Ortolano in dieser gleichen Zeit.
Robert (1890, II, S. 96) interpretiert das im Hintergrund Mariae beschriebene, fragmentarische Basrelief als aus einem in der Renaissance in der Kirche Santi Cosma e Damiano in Rom sich befindenden römischen Sarkofages gezogenes Motiv.
Bemerkenswert ist wohl die Erscheinung - für das erste Mal im Oeuvre Mazzolinos - in mittlerer Tafel von architektonischer Elementen, welche aus den Beispielen von Ercole de` Robertis Architekturen inspiriert sind. Diese auf halbem Wege zwischen Vordergrund und Landschaftsfragmenten dazwischengesetzten Architekturen werden zum typischen Motiv einer ganzen Periode der Tätigkeit Mazzolinos. Weitere kulturellen Komponente des Gemäldes scheinen womöglich in der Malerei des Venezianischen Festlands ihre Wurzeln zu haben, und zwarin Anspielung zu Cima da Conegliano und Benedetto Diana. I Zamboni 1968 I
Es wurde in den Museumskatalogen (z:B.: Beschr. Verz. 1931, S. 288) hingewiesen, dass Mazzolino für die Gestalt der Madonna das Vorbild Dürers (Die Madonna mit der Meerkatze: Kupferstich B 42) benutzt hat.
Inschrift: links unten auf der mittleren Tafel, auf der Basis des Throns: ´M.CCCCC.VIIII`
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