Die Baumnymphe Pomona wurde in Latium als Göttin der Obstgärten verehrt. Vertumnus, ein Gott der Vegetation und der Jahreszeiten, besaß die Fähigkeit, seine Gestalt zu wechseln. Er näherte sich Pomona in Gestalt eines alten Weibes. Im Garten stand eine Ulme, um deren Stamm sich ein Weinstock rankte. Die Alte deutete ihn als Symbol der ehelichen Vereinigung, pries Vertumnus als einzigen geeigneten Gatten und erzählte ihr verschiedene warnende Geschichten. Schließlich nahm Vertumnus seine wahre Gestalt an. Seine Schönheit schließlich bezwang Pomona, und sie willigte ein, seine Frau zu werden (Ovid, >>Metarmorphosen<<). Francesco Melzi lernte in jungen Jahren Leonardo da Vinci kennen, begleitete ihn 1513 nach Rom und vor 1517 nach Frankreich an den Hof Franz I. Leonardo machte ihm zum Erben seines künstlerischen Nachlasses. Die Figur der Pomona ist abgeleitet von der Maria in Leonardo da Vincis Karton der Anna Selbdritt (London, Royal Academy).| Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017
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