Der Edinburgh-Maler war ein attisch-schwarzfiguriger Vasenmaler, tätig um 500 v. Chr. in Athen. Seinen Notnamen erhielt der Edinburgh-Maler nach der Lekythos in den National Museums of Scotland in Edinburgh.
Seine Spezialität waren weißgrundige Lekythen, die er schwarzfigurig bemalte. Er war der erste bedeutende Vasenmaler, der große Zylinderlekythen verzierte. Stilistisch ist er ein Nachfolger der Leagros-Gruppe. Neben Lekythen verziert er auch kleine Halsamphoren und Lekanendeckel, jedoch abgesehen von ein oder zwei ihm zugewiesenen Stücken keine großen Formen, wie es später zum Markenzeichen der Leagros-Gruppe werden sollte. Schon früh in seiner Karriere verringerte er die Anzahl der typischen Schulterpalmetten auf den Lekythen von sieben auf fünf. Dadurch ist er leicht zu identifizieren. Eine wichtigere Neuerung war die Einführung eines weißen, dicken Untergrundes auf dem Vasenkörper. Damit ersetzt er den üblichen roten Tongrund. Damit ist er der Entwickler des attisch-weißgrundigen Stils. Dieser wurde nun für alle Maler des weißgrundigen Stils verbindlich. Auch andere Vasenformen, etwa Oinochoen oder kleine Halsamphoren, wurden manchmal in dieser Weise verziert.