Mieczysław Szczuka war ein polnischer Maler und Grafiker.
Von 1915 bis 1918 studierte Mieczysław Szczuka an der Warschauer Kunstakademie bei Miłosz Kotarbiński Malerei. 1920 zeigte er auf seiner ersten Ausstellung expressionistische Arbeiten, die zum Dadaismus tendierten. 1921 präsentierte er zusammen mit seinen Kommilitonen Henryk Stażewski – beeinflusst von Wladimir Tatlin – sein erstes konstruktivistisches Werk. 1923 artikulierte der Utilitarismus propagierende Szczuka, der zudem linke Ansichten mit Kunst verbinden wollte, in der Zeitschrift Zwrotnica seine Überzeugung von der Notwendigkeit der Kunst im Blick auf soziale Fragestellungen.
Szczuka illustrierte Bücher, war als Bildhauer, Bühnenbildner, Industrie-Designer und als Innenarchitekt tätig. Seine Plakate, Fotomontagen und abstrakten Filme wiesen ihn als Avantgardisten aus. Er war auf den ersten avantgardistischen Ausstellungen in Bukarest und Wilna dabei. 1923 war er zusammen mit Teresa Żarnower in der Berliner Sturm-Galerie präsent.