La clownesse assise Mademoiselle Cha-U-Kao aus der Folge „Elles" (1896) von Henri de Toulouse-LautrecKupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
Henri de Toulouse-Lautrec nutzte den Tag (oder eher die Nacht!) wie kein zweiter. Mit 16 zog er ins Rotlichtviertel von Paris, um die Kunst und das Leben zu studieren. Ganze Nächte verbrachte er in Absinthbars, Cabarets und Bordellen rund um das Moulin Rouge ...
Clown (um 1886/1887) von Henri de Toulouse-LautrecAlte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
... und verewigte die Helden der Nacht in rohen, ehrlichen Bildern. Wie zum Beispiel den Clown hier. Vermutlich war diese Skizze eine Studie für ein Gemälde von Boum-Boum, dem berühmten Clown vom Cirque Fernando. Zu Clowns hatte Toulouse-Lautrec eine besondere Beziehung: Gelegentlich mischte er sich selbst im Clownskostüm unter die Leute.
Ein Zwerg im Kostüm: Henri Toulouse-Lautrec war nicht größer als 1,52 m. Er litt unter einem genetischen Knochendefekt, der sich durch Kleinwüchsigkeit bemerkbar macht, und der später nach ihm benannt wurde.
La Dance au Moulin Rouge (1897) von Henri de Toulouse-LautrecKupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
Mit 36 starb Toulouse-Lautrec an einer Mischung aus Alkoholismus und Syphilis. Er hinterließ mindestens 737 Ölgemälde, 275 Aquarelle, 363 Drucke und Plakate und 5.084 Zeichnungen – ein atemberaubendes Vermächtnis! Es führte in ein neues Zeitalter der Kunstmoderne und startete eine grafische Revolution.
Reihe #HistoryOfUs
Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
www.smb.museum
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